29. Jahrestagung des bhf

Bergisch Gladbach. Die aktuellen Herausforderungen an die Versorgungsleistungen in sozialen Einrichtungen waren Thema der Jahrestagung des Berufsverbandes hauswirtschaftlicher Fach- und Führungskräfte e.V. (bhf) in Bergisch Gladbach. Der Schirmherr der Tagung, Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Wesfalen, wies auf die neuen Anforderungen an hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte hin, die durch die aktuellen Erfordernisse im Verbraucherschutz erkennbar geworden sind. Hauswirtschaft muss aus Sicht seines Ministeriums zukünftig mit dem Ziel arbeiten, Dienstleistung und Konsum am Prinzip der Nachhaltigkeit zu messen.

Dass dies eine Thematik ist, die den bhf seit der Resolution aus dem Jahre 1989 beschäftigt, bewies Ilona Heußner, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Ökologischen Schullandheim & Tagungshaus Licherode in Hessen. Das Hauswirtschaftsteam bietet den Schulkindern ein Essen aus regionalen und möglichst ökologischen Produkten.

In den Fachvorträgen ging es um die komplexen Zusammenhänge in sozialen Einrichtungen und Tagungsstätten. Pflege und Verpflegung, Seminarorganisation und Reinigungsplanung müssen aufeinander und auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden. Die Herausforderung der nächsten Jahre wird darin bestehen, hauswirtschaftliche Dienstleistungen im Einklang mit den anderen Dienstleistungen einer Einrichtung so einzusetzen, dass der Kunde nicht nur zufrieden, sondern begeistert ist. Und dies bei immer engerem Finanzrahmen. Wie die innerbetriebliche Kommunikationsstruktur diesen Anforderungen angepasst werden muss, zeigte Sabine Gass, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Film Funk Fernsehzentrum Düsseldorf.

Der zweite Schwerpunkt der Tagung war der Ausbildungssituation im Sozialbereich und im hauswirtschaftlichen Bereich gewidmet. Barbara Meifort vom Bundesinstitut für Berufsbildung machte in ihrem Beitrag die Diskrepanz zwischen den einerseits gestiegenen Qualifikationsniveaus und der andererseits zunehmenden Zahl von “Schmalspur-Bildungsgängen” im Dienstleistungssektor deutlich. Das Fachforum zu diesem Thema zeigte beispielhafte Wege in der Aus- und Weiterbildung auf: Ausbilden im Lernortverbund, modulare berufsbegleitende Weiterbildung zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin in Teilzeit.

Weitere Informationen zur Tagung: Berufsverband hauswirtschaftlicher Fach- und Führungskräfte e.V. (bhf), Waiblinger Str. 11/3, 71384 Weinstadt, Fon 07151/43770, Fax 07151/47625, eMail bhf@bhfev.de.

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