Außenklimastall

Außenklimastall in Sachsen

Mit dem Bau eines Außenklimastalls für 1.760 glückliche Schweine geht die Genießergenossenschaft Sachsen eG einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Schweinehaltung. Die Baugenehmigung für den geplanten Stall in Königshain-Wiederau ist da: Ein Meilenstein auf dem Weg in eine nachhaltige, tierwohlgerechte und regionale Schweinehaltung. Schon im Dezember plant die Genossenschaft den Beginn des Erdaushubs für den Außenklimastall.

Haltungsfläche 3,2 m²

Verbessertes Stallklima durch Querlüftung, mehr Platz und mehr Beschäftigung für die Tiere, Rückzugsmöglichkeiten sowie getrennte Funktions- und Klimabereiche sind nur einige Highlights des geplanten Stalls. Pro Tier wird mit einer Haltungsfläche von 3,2 m² gerechnet. Der Außenklimastall besteht aus 24 Abteilen mit je 28 Tieren in Vor- und Endmast. Das bedeutet, dass pro Platz zwei Tiere pro Jahr gemästet werden. Geplant sind zusätzlich eine Überdachung der Mistplätze sowie ein abgesonderter Besucherraum, der die Schweine vor Keimen schützt.

Das Landratsamt im Landkreis Mittelsachsen ermöglichte mit der Baugenehmigung die Aufzucht von 1.750 Tieren. Darunter sind 440 Plätze für Ferkel (Gewicht: 8 bis 30 kg), 660 Vormast-Tiere mit 30 bis 95 kg und 660 Plätze für die Schweine im Endmastbereich mit 95 bis 150 kg. Geplant ist der Außenklimastall für Schweine, die eine Kreuzung aus reinrassigen Duroc-Ebern mit dänischen Sauen, die in Sachsen geboren und aufgezogen wurden, sind. Die Genossenschaft setzt auf tierwohlgerechte Haltung auf Stroh mit viel freiem Auslauf weit über den gesetzlichen Bestimmungen.

Förderung wird beantragt

Heimisch erzeugtes Futter in Form von Schrot aus Getreide und Ölleinpflanzen, die auf den eigenen Feldern angebaut werden, sichern die gesunde, ausgewogene Fütterung. Eine doppelt so lange Mast (6 Monate) wie üblich und die Schlachtung mit kurzen Wegen im eigenen Schlachthof, der neben dem Stall entstehen soll, sind weitere Qualitätskriterien. „Wir halten die gesetzlichen Vorschriften ein und übertreffen diese sogar. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der Genießergenossenschaft, denn sie unterstützen unsere Vision und damit auch alle an der Fleischproduktion Beteiligten – vom Tier- und Landwirt über die Handwerkskunst des Schlachtens bis hin zu den Mitarbeitern an der Theke,“ sagt Jan Gumpert, Vorstandsvorsitzender der Genießergenossenschaft Sachsen eG. Diese beantragt im nächsten Schritt die Förderung für den Außenklimastall beim Freistaat Sachsen. Bei einer Bewilligung werden bis zu 40 % Baukosten bezuschusst.

Im Herbst 2022 sollen die Bauarbeiten beendet sein und die ersten Ferkel den Stall beziehen, so dass im Frühjahr 2023 Fleisch- und Wurstwaren mit dem besonderen Omega-3-Anteil bei regionalen Partnern in den Verkauf gehen werden.

Im Mai 2020 wurde die Genossenschaft von der Agraset-Agrargenossenschaft eG Naundorf bei Rochlitz, der Volksbank Mittweida eG und dem Genossenschaftsverband der Regionen zur Genießergenossenschaft Sachsen gegründet. Sie zählt 394 Mitglieder, die 722 Anteile (Stand: November 2021) erworben haben.

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