Heyne

Jürgen A. Heyne verstorben

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main trauert um ihren Ehrenpräsidenten Jürgen A. Heyne. Der Frankfurter Fleischermeister und langjährige Inhaber der renommierten Frankfurter Fleischer- und Bäcker-Fachschule Heyne prägte von 1994 bis 2005 als Präsident der Handwerkskammer entscheidend die Handwerkspolitik in Frankfurt und der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. vergangenen Mittwoch im Alter von 85 Jahren.

Handwerk war Berufung

In den 1950er-Jahren hatte Jürgen A. Heyne in Offenbach das Handwerk des Fleischers erlernt. Im Handwerk fand er seine Berufung: 1963 legte er vor der Handwerkskammer Frankfurt am Main die Meisterprüfung ab. Von 1970 an führte er alsInhaber die Fleischer- und Bäcker-Fachschule Heyne. Dass ihm die Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses ein besonderes Anliegen war, zeigt sein hohes persönliches Engagement, mit dem er in der Diskussion um die Novellierung der Handwerksordnung 2004 für den Erhalt des Meisterbriefes in damals 94 Handwerksberufen stritt und sich für Qualität und Expertise im deutschen Handwerk stark machte.

Handwerkspolitik mitgestaltet

Auch überregional prägte er maßgeblich die Handwerkspolitik und setzte sich für die Belange des Handwerks ein: Als Fleischermeister stand er der Fleischer-Innung Frankfurt von 1984 bis 1994 vor. Von 1999 bis 2006 war er Präsident des Hessischen Handwerkstages und der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. Dem Bundesvorstand des Deutschen Fleischer Verbandes gehörte er seit 1983 an. Im Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks war er von 1999 bis 2006 tätig.

Mehrfach ausgezeichnet

Für sein außerordentliches Wirken im Ehrenamt, darunter auch als Stadtrat von Frankfurt am Main, wurde er mehrfach ausgezeichnet: Er war Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, des Hessischen Verdienstordens sowie des Goldenen Handwerkszeichens des Deutschen Handwerks und des Deutschen Fleischerverbandes sowie des Ehrenrings der Handwerkskammer Rhein-Main.

Verneigung vor einem Macher

„Mit Jürgen A. Heyne verliert das Handwerk in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main einen großen Gestalter, der mit seinem ausgezeichneten fachlichen Wissen, seinen Ideen und seiner Kreativität maßgeblich dazu beigetragen hat, das Handwerk in unserem Land voranzubringen und zukunftsstark aufzustellen“, betont Susanne Haus, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.

„Er lenkte mit großer Leidenschaft die Geschicke des Handwerks in unserer Region und brachte sich auch aus hoher persönlicher Überzeugung in das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben ein. Die Handwerksfamilie verneigt sich vor einem motivierenden Macher, der für das Handwerk bedeutende Weichen gestellt hat. Mit seiner Zugewandtheit und liebenswerten menschlichen Art war er dem Handwerk auch nach seiner aktiven Zeit in der Handwerkspolitik freundschaftlich verbunden. Das Handwerk in Frankfurt-Rhein-Main wird sich seines langjährigen Präsidenten und Begleiters mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit erinnern und ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, ergänzt sie.

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