FÖL e.V.

Wolltier-Genuss zu Ostern?

Kein Osterfest ohne Lamm – das ist Tradition. Warum nicht einmal Schaf probieren? Die Aktionswochen „Wolltier Genuss?“ rücken Schaffleisch als regionale und nachhaltige Alternative zum klassischen Lammbraten in den Fokus. Überzeugt werden sollen Verbraucher/-innen von der kulinarischen Vielfalt mit Produkten vom Weideschaf, die das Projekt „reffiSchaf“ in Kooperation mit regionalen Partnern anbietet.

Wo gibt es das?

Foto: FÖL e.V.

Schaffleisch spielt in vielen Kulturen eine bedeutende Rolle und ist etwa in Griechenland, in der Mongolei und in Österreich fester Bestandteil der Küche. Ein Beispiel ist das traditionelle „Schöpsernes“ aus dem Salzburger Land: ein langsam in Kräutern gegartes Weideschaf mit Kartoffeln, Meerrettich und Preiselbeeren – und intensivem Geschmack.
Im Rahmen der „Wolltier Genuss?“-Aktionswochen gibt es in Berlin und Brandenburg Schaffleisch-Spezialitäten: Der Bio-Laden Globus Naturkost (Eberswalde) und der Biohof Phöben (Werder (Havel)) bieten eine Bratwurst vom Weideschaf mit Gemüseanteil an. Produziert wird die in Henrik Staars Fleischerei auf dem Gut Hirschaue im Landkreis Oder-Spree. Das Fleisch liefert Ralf Behring (Biohof Behring), der Schafe auf weitläufigen Flächen am Rande des Naturparks Märkische Schweiz hält.

„reffiSchaf“-Schinken

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Zusätzlich verkauft die Bio Company zu Ostern in ihren regionalen Filialen Bratwürste sowie neu entwickelte Snack-Buletten und Schinken vom Weideschaf. Diese Produkte werden von der Biomanufaktur Havelland in Velten hergestellt, die das Schaffleisch von der Biopark Markt GmbH bezieht. Die Rezeptur für die Buletten steuerte die Frankenförder Forschungsgesellschaft im Rahmen des Projekts „reffiSchaf“ bei, die Schinkenrezeptur stammt von der Biomanufaktur Havelland selbst. Mit diesen kulinarischen Angeboten erhalten Verbraucher/-innen die Möglichkeit, Schaffleisch in verschiedenen Varianten kennenzulernen – als herzhafte Bratwurst, würzige Bulette oder zarten Schinken. Zugleich unterstützen sie mit ihrem Einkauf regionale Schäfereien und Verarbeitungsbetriebe.

Im Profil: Das Projekt “reffiSchaf” wird von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL), der Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH (FFG) sowie weiteren Praxispartnern durchgeführt. Es verfolgt das Ziel, eine Wertschöpfungskette für Schaffleisch in der Region aufzubauen. Gefördert wird das Projekt „reffiSchaf“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.

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