Neuere wissenschaftliche Berechnungsmodelle ermöglichen es, den Beitrag eines Lebensmittels zur Nährstoffversorgung mit den entstehenden Treibhausgasemissionen zu verrechnen. Auf dieser Grundlage sinkt der Footprint von Rindfleisch um mehr als 90 %. Denn Fleisch liefert Proteine, Vitamine und Spurenelemente in vergleichsweise hoher Konzentration und kann damit die überlebenswichtigen Nährstoffspeicher des Körpers effizient auffüllen. Diese Aspekte stehen im Mittelpunkt der Meatember-Initiative „Zeit für gutes Fleisch“ der R&S Vertriebs GmbH aus Essen in Kooperation mit dem Lebensmitteleinzelhandel. Die Kampagne setzt am Point of Sale, in den sozialen Medien und online an und eröffnet einen neuen Blick auf nachhaltiges und hochwertiges Fleisch.
Methodische Neubewertung vergleicht Emissionen und Nährstoffe
Die Produktion, Verteilung und der Erwerb von Lebensmitteln verursachen Treibhausgasemissionen. Beim Rindfleisch liegen die Werte höher als bei Schweine- oder Geflügelfleisch und vielen pflanzlichen Produkten. Laut den von M.R.EXPERT Food • Nutrition • Innovation herangezogenen Methoden werden jedoch nicht allein die Emissionen betrachtet, sondern in Relation zu den enthaltenen Nährstoffmengen gesetzt. Dadurch entsteht ein integrierter Ansatz, der den ernährungsphysiologischen Beitrag eines Lebensmittels berücksichtigt.
Rindfleisch: 90-%-Reduktion im bereinigten Footprint
Werden die Nährstoffgehalte in die Berechnung einbezogen, ergibt sich laut Meatember für Rindfleisch eine Footprint-Verminderung von gut 90 Prozent. Bei fleischloser Ernährung sind möglicherweise größere Lebensmittelmengen erforderlich, um das gleiche Nährstoffprofil zu erreichen. In Summe können dadurch höhere Treibhausgasemissionen entstehen. Die Initiative verweist darauf, dass Fleisch durch seine hohe Nährstoffdichte den täglichen Bedarf mit geringeren Portionen decken kann.
„Wir setzen auf einen respektvollen und bewussten Umgang mit der Ressource Fleisch. Lieber etwas weniger, aber dafür hochwertige Produkte aus guter Haltung, um so ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu sein“, betont Ingmar Fritz Rauch, Prokurist und Mitinhaber bei R&S. Er ergänzt: „Fleisch hat den Vorteil gegenüber anderen Lebensmitteln, dass bereits geringere Mengen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung den körperlichen Nährstoffbedarf decken“, heißt es aus dem Unternehmen.
Initiative „Zeit für gutes Fleisch“ am POS
Die Meatember-Kampagne „Zeit für gutes Fleisch“ bündelt mehrere Markenfleischprogramme unter einem Dach. Ziel ist es, Endverbrauchern direkt an der Frischetheke Informationen zu Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit bereitzustellen. Ein offizielles Aktionszeichen kennzeichnet alle beteiligten Produkte. QR-Codes führen Konsumenten zur Aufklärungsplattform meatember.de, auf der weiterführende Inhalte rund um nachhaltiges Fleisch zur Verfügung stehen.
Registrierung und Werbemittel für den Handel
Lebensmitteleinzelhändler, die die Meatember-Botschaft an ihrer Theke kommunizieren möchten, können sich unter www.meatember.de/haendleranfrage/ registrieren. Dort lassen sich kostenfrei Werbemittel wie Thekencrowner, Roll-ups und Flyer für Aktionen bestellen. Darüber hinaus bietet die Initiative Informationsmaterialien mit Warenkunde und Zubereitungstipps für Thementage oder ‑wochen.
Markenfleischprogramme unter dem Meatember-Dach
Alle Programme eint das Ziel, verantwortungsvolle Aufzuchtbedingungen mit einem hohen Qualitätsanspruch zu verbinden:
• Scotland Hills®
• Château Boeuf®
• Walysa®
Sie sind in zahlreichen europäischen Herkunftsländern aktiv und adressieren unterschiedliche Verbraucherpräferenzen – von Weiderind aus Schottland bis zu regionalen Spezialitäten.
Digitale und stationäre Sichtbarkeit
Parallel zum POS-Material nutzt Meatember Social-Media-Kanäle und die Kampagnen-Website, um Informationen zur Nährstoffdichte, zu Treibhausgasemissionen und zur artgerechten Haltung zu verbreiten. Das Zusammenspiel von digitalen Inhalten und physischer Präsenz in den Märkten soll das Bewusstsein für „gutes Fleisch“ erhöhen und gleichzeitig Verkaufsimpulse setzen.
Blick auf künftige Thekenkonzepte
Mit den Meatember-Markenfleischprogrammen stellt R&S Handelspartnern Lösungen bereit, die eine moderne Thekengestaltung unterstützen. Durch die Kombination aus Produktqualität, nachvollziehbarer Herkunft und flankierender Informationsarbeit kann der Handel das wachsende Interesse an nachhaltigem Fleisch bedienen und die Transparenz für Verbraucher erhöhen.
Im Profil: Die R&S Vertriebs GmbH entstand 1988 aus der Zusammenführung der Albert Rauch GmbH mit den Unternehmen Oberland in Bayern und Fleigro in Baden-Württemberg. Heute führt die Gruppe mehr als 600 Wurst- und Schinken-Spezialitäten sowie Markenfleischprodukte aus Europa, den USA und Asien. Der Gesamtumsatz belief sich 2024 auf 180 Mio. Euro. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie „act4u“ verfolgt R&S gemeinsam mit seinen Partnern einen ressourcenschonenden Kurs. 2025 wurde das Unternehmen erneut mit dem Titel TOP 100 für besondere Innovationskraft ausgezeichnet.