In der dritten Verhandlungsrunde erzielten der Landesinnungsverband des bayerischen Fleischerhandwerks (LIV) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in konstruktiven Verhandlungen eine Einigung.
Die Mindestentgelte steigen, nach zwei Monaten ohne Erhöhung, zum 1. Juli 2017 um 2,6 %. Deutlich überproportional steigen auch die Ausbildungsvergütungen: 50 € mehr gibt es ab dem 1. Juli 2017. Die neuen Sätze sind 630 € (1. Jahr), 730€ (2. Jahr) und 940€ (3. Jahr) – das sind Steigerungen zwischen 5,6 und 8,6 %. Über die Frage der Neuordnung der Leistungsstufen im Tarifvertrag wurde noch keine Einigung erzielt. Gespräche darüber werden im Herbst fortgesetzt.
„Dieser Tarifabschluss ist ein Kompromiss mit Augenmaß, der unser Handwerk voranbringt. Sowohl Mitarbeiter als auch Auszubildende profitieren vom Abschluss und damit auch unser Handwerk, denn die Angestellten sind unser Kapital“, lobt der stellv. Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Bayern Werner Braun. Und der Landesbezirkssekretär der NGG und Sprecher der NGG-Tarifkommission, Johannes Specht, ergänzt: „Die Lohnerhöhung von 2,6 % passt in die Tariflandschaft. Und es besteht Einigkeit zwischen NGG und dem Landesinnungsverband, dass wir gemeinsam die Ausbildung attraktiver machen wollen. Darum ist die deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen das richtige Signal.“ www.fleischerverband-bayern.de
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