Metzgerei Resch startet durch

„Auf einem Bein steht man schlecht“, heißt es. Das gilt auch für die Metzgerei Resch aus Langquaid. Nachdem die Großeltern und die Eltern Markus und Carmen den Betrieb mit Herz und Verstand erfolgreich weiter entwickelten, folgen nun ihre Söhne Michael und Tobias der Tradition und bringen neue Ideen ein.

Die Metzgerfamilie

Foto: Marco Theimer

Die 1949 gegründete Metzgerei im westlichsten Landkreis Niederbayerns hat ihren Ursprung in 1937 bis 1940, als Markus Reschs Großvater Michael als „Hausmetzger“ in den Urkunden der Gemeinde erstmalig erwähnt wird. Nach dessen frühem Tod heiratete seine Frau Theresia den Metzger Englbert Wibmer. Der Sohn Michael II. und seine Frau Therese übernahmen 1984, bauten das Geschäft aus, errichteten das Schlachthaus und die Wurstküche. Markus Resch (50) machte seinen Meister 1993 an der 1. BFS Landshut, war nach dem frühen Tod des Vaters zehn Jahre Geschäftsführer hier und führt seit 2010 mit seiner Frau Carmen (48) den Betrieb. Ihr Sohn Michael Resch (20) ist seit 2022 Metzgermeister, war 2024 einer der ersten Fleischsommelier im Landkreis und ist seit zwei Jahren aktives Mitglied der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks. In der Zukunft wird Michael sein Wissen noch in anderen Betrieben im In- und Ausland erweitern und vertiefen, sein Bruder Tobias (li., 16) startete seine Metzgerlehre im letzten Herbst.

In die Zukunft investiert

„Auch wir haben klein begonnen. Der Betrieb wurde mit Vorausschau weiterentwickelt, neue Standbeine kamen hinzu“, berichtet Markus Resch. Neben dem Stammhaus gibt es eine Filiale im 7 km entfernten Schierling, (ca. 8.000 Ew.) das schon zum Landkreis Regensburg gehört. Zwei weitere Filialen wurden nach der Corona-Pandemie und den im Anschluss stark gestiegenen Energiekosten geschlossen. „In ein weiteres Standbein haben wir 2019, eine Million Euro investiert. Es wurde eine neue EU-zugelassene Großküche für unsere Mittagessen to-go (50-70 Stück/Tag), das Kita- und Schulcatering (500 Essen/Tag) und die Caterings, die etwa ein Viertel vom Gesamtumsatz ausmachen“, geplant und neu gebaut, ergänzt er. Rund 40 Voll- und Teilzeitkräfte sind beschäftigt, hinzu kommen Aushilfen für Events.

Gute Partnerschaft

2021 tat sich eine weitere „Tür“ auf – die Belieferung der Edeka-Märkte Dillinger (3x/Woche), die einen regionalen Metzger als Zulieferer suchten. „Seitdem können die Kunden Topseller wie Würstl aller Art, Leberkäs, Aufschnitt, etc. in zwei Märkten in Kelheim und je einem in Langquaid, Bad Abbach und Schierling kaufen, keine SB-Ware“, sagt er. Die Wurstspezialitäten mit Resch-Logo gibt es im separaten Thekenbereich (1,50 m) der Bedientheke zum gleichen Preis wie in den Geschäften der Metzgerei sonst auch. „So bekommen die Leute unsere handwerklichen Spezialitäten auch nach 18 Uhr. Ein weiteres gutes Standbein. Letztlich profitieren wir und der Händler davon“, betont Markus Resch.

Foto: Metzgerei Resch

… „Das Highlight 2025 wird unser erstes ‘Reschtival’ – BBQ- und Genussevent am 25. Mai 2025 sein. Innerhalb kürzester Zeit waren die begehrten 250 Tickets restlos ausverkauft. Es findet auf einem gemieteten Einsiedlerhof im Umfeld, u.a. mit dem Sternekoch Wolfgang Müller, dem Master-Cortador Oleg Eckhardt“ sowie 14 weiteren bekannten Protagonisten statt, darauf freuen wir uns schon sehr“, sagt Markus Resch.

Die ganze Reportage lesen?
Gerne, hier geht es zum Artikel in FH Fleischer-Handwerk 1/2025:

https://blmedien.aflip.in/FH_Fleischer_Handwerk_1_2025.html#page/32

Text und Bilder: Marco Theimer

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