Fleischwirtschaft Jahrestagung Alois Rainer

Hoffnungsträger Alois Rainer

Jahrestagung der Fleischwirtschaft in Berlin

Aufbruchstimmung bei der gemeinsamen Jahrestagung des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF) und des Bundesverbandes Deutscher Wurst- & Schinkenproduzenten (BVWS) am gestrigen und heutigen Dienstag und Mittwoch, 13. und 14. Mai 2025, in Berlin: Beide Verbände gratulieren dem Metzgermeister und Bundestagsabgeordeneten Alois Rainer (60, CSU, Bild o.) zu seiner Ernennung zum Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat im Kabinett Merz. Zugleich begrüßen sie die Ankündigung der neuen Bundesregierung, bürokratische Lasten abzubauen und der Wirtschaft Freiräume für neues Wachstum zu verschaffen.

Aktuelle Regelungen nicht praktikabel

Dies ist aus Sicht von BVWS und VDF dringend erforderlich, um den Standort Deutschland für die Fleischwirtschaft und damit die Versorgung der Verbraucher mit Fleisch und Wurstwaren aus heimischer Produktion sicherzustellen. „Es ist dringend notwendig, dass jetzt schnell gehandelt wird, insbesondere beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. Es ist in seiner jetzigen Form nicht praxisgerecht und muss kurzfristig ausgesetzt und anwendbar überarbeitet werden,“ appelliert der Haupt- geschäftsführer des VDF, Steffen Reiter, an Alois Rainer. Fleisch- und Verarbeitungswirtschaft seien bereit, sich gemeinsam mit dem Staat für tragfähige Lösungen zu engagieren, wie sie es seit zehn Jahren mit der Initiative Tierwohl unter Beweis stellten.

Lieferkettengesetz streichen

Horst Koller, Geschäftsführer des BVWS, sieht außerdem klaren Handlungsbedarf bei den Berichtspflichten: „Das nationale Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz muss gestrichen und Berichtspflichten insgesamt auf wesentliche Kennzahlen zurückgeführt werden.“ Da viele Anforderungen aus Brüssel kämen, bestärken der BVWS und VDF die neue Bundesregierung, ihre Gestaltungsmöglichkeiten auf die EU-Gesetzgebung engagiert zu nutzen, um bürokratische Lasten abzubauen.

Dies gelte unter anderem für die Entwaldungsverordnung (EUDR), die um eine „Null-Risiko-Variante“ als vierte Risikostufe zu erweitern wäre. Auch den Außenhandel haben die Verbände im Blick und halten ein deutlich stärkeres Engagement des neuen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Hei- mat (BMLEH) sowie der deutschen Botschaften für dringend geboten.

Positive Verbrauchersignale

Positive Signale kommen nach Angaben der Verbände von den Verbrauchern. Zwar liege der Fleischverzehr in Deutschland am unteren Ende in der Europäischen Union, er sei aber im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Im Jahr 2024 habe jeder Verbraucher in Deutschland durchschnittlich 53,2 Kilogramm Fleisch verzehrt. Das seien 300 Gramm mehr als 2023. Dabei liege Schweinefleisch weiterhin auf Platz 1. Die Bemühungen der Branche in Sachen Tierschutz und Nachhaltigkeit zahlten sich zunehmend aus.

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