Vor 150 Gästen im Salzstadel in Landshut wurden die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des 457. Meisterkurses der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut offiziell in den Berufsstand verabschiedet.
Zentrale Ausbildungsstätte
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses kamen aus Deutschland und Österreich. Manche stammen aus der Landwirtschaft, andere aus Schlachtbetrieben, dem klassischen Handwerk, dem Handel und Großhandel. Diese Vielfalt unterstreicht die Breite der Ausbildung und die Bedeutung der Fleischerschule als zentrale Ausbildungsstätte für die Branche. Barbara Zinkl-Funk, Geschäftsführende Gesellschafterin der Schule, begrüßte zahlreiche Ehrengäste und die Absolventinnen und Absolventen und deren Familien. Sie hob den Einsatz und die Hingabe der Teilnehmenden als inspirierendes Beispiel für den Berufsstand hervor und betonte die Bedeutung der Ausbildung für die Zukunft der Branche. Der Prüfungsausschussvorsitzende Florian Lang gratulierte den neuen Meistern und Meisterinnen und dankte den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihr Engagement zum Wohl des Branchennachwuchses.
Botschafter für bewussten Fleischkonsum
Der Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Christian Läpple, hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Meisterqualifikation hervor: „Manche von ihnen übernehmen bald einen Betrieb, andere machen sich selbstständig oder werden als Führungskraft in der Fleischbranche aktiv sein. Egal aus welchem Bereich sie kommen oder wohin ihre Reise geht: Sie alle möchten dazu beitragen, das Image der Branche zu verbessern und Konsumenten für bewussten Fleischkonsum zu begeistern.“ Er betonte darüber hinaus: „Drei Dinge machen einen Meister: Wissen, Können und Wollen.“ Er würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen und verlieh ihnen Meisterehre, Meisterwürde und Meistertitel.
Zwei Kursbeste

Besonders hervorzuheben sind die beiden Kursbesten mit punktgleichem Ergebnis: Theresa Kirchtag aus Bergheim (2.v.li.,Österreich) und Anna Ehrmann aus Mitterscheyern (2. v. re, Bayern). Als Anerkennung ihrer Leistungen erhielten sie Blumen und einen Bildungsgutschein. Schon 2024 haben Nico Demleitner (Neunburg vorm Wald), Jasmin Heinzgen (Niederkail) und Michael Gratzl (Heidenreichstein, Österreich) ihre Meisterprüfung hier absolviert. Für besonders gute Leistungen wurden sie im Rahmen des Festakts stellvertretend für weitere zwölf Absolventen, die als die 20 % Besten und einem Notenschnitt besser als 2,5 absolvieren, mit dem „Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung“ geehrt. Kurssprecher Christian Steffen aus Schleiden schloss die Veranstaltung mit einem humorvollen Appell im rheinischen Dialekt: „Macht es jut! Es war eine schöne Zeit!“.
Im Bild (v.l.n.r.): Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Christian Läpple, die Kursbesten Theresa Kirchtag und Anna Ehrmann und Barbara Zinkl-Funk.