
Ziel des Seminars war der Auf- und Ausbau von Kommunikationskompetenzen bei Führungskräften im Fleischerhandwerk. Die Seminarteilnehmer sollten hinterher vor allem zweierlei Dinge beherrschen: Mitarbeiter motivieren und Kunden begeistern können. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass die dazu nötige Kommunikation weit über das Gesprochene hinausgeht und viel mit Mimik, Gestik, Körpersprache und Selbstbewusstsein zu tun hat. Besonders klar wurde dies bei der Trainingseinheit auf dem Erfolgsgut, einem der Höhepunkte des Seminars. Hier sollten Pferde nur durch Gestik und Körperhaltung dazu gebracht werden, sich ganz auf die Versuchsperson einzustellen.
Pferde, so Seminarleiter Hajo Bentzien, seien unbestechlich und ließen sich durch Körpersprache und gelebte Dominanz führen. Wichtig seien dabei die klare Ansprache des Tieres und die absolute Konsequenz bei der Durchsetzung von Forderungen. Übertrage man diese Erkenntnisse in den Arbeitsalltag, so seien situationsangepasste Körpersprache, deutliche Kontaktaufnahme sowie die klare Vermittlung von Wünschen und Konsequenz in der Zielerreichung ebenso wesentliche Faktoren bei der Mitarbeiterführung wie im Kundenkontakt.
Grundlagen für eine konstruktive Kommunikation sind laut Bentzien die Kenntnis der eigenen Potenziale sowie die eigene Motivation bis hin zur Fähigkeit, sich selbst und andere zu begeistern. Die hierfür notwendigen Instrumente und Hilfsmittel wurden auch mit Hilfe traditioneller asiatischer Kampfkünste anschaulich vermittelt.
Die Lehrinhalte des Seminars setzen genau da an, wo eine wesentliche Stärke des Fleischer-Fachgeschäftes liegen muss, um sich von Discounter und dem LEH zu unterscheiden: In der kundenorientierten Kommunikation. Seminarleiter Bentzien verdeutlichte, dass jeder Mitarbeiter und jeder Kunde entsprechend seiner Persönlichkeit und seiner individuellen Erwartungen angesprochen werden muss. Wie man diese erkennt und sich optimal auf die Bedürfnisse seiner Kunden einstellt, war ebenfalls Thema der zweitägigen Veranstaltung.