Länderbehörden informieren über Lebensmittelwarnungen

Berlin. Gut zwei Monate nach dem Start des neuen Internetportals www.lebensmittelwarnung.de ziehen Bund und Länder eine positive Bilanz. Erstmals haben Verbraucher nun eine Möglichkeit, sich auf einen Blick über die Lebensmittelwarnungen der 16 Länderbehörden zu informieren.
Das Portal werde von den Verbrauchern rege genutzt, erklärt Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: „Rund 1,6 Mio. Zugriffe auf die Seite innerhalb der ersten vier Wochen zeigen: Das Interesse ist hoch und wir erreichen mit dem neuen Portal viele interessierte Verbraucher. Dass dieses Portal erfolgreich gestartet werden konnte, ist ein Erfolg der engen Zusammenarbeit von Bund und Ländern. Wir haben das gemeinsame Ziel, mehr Transparenz in der Lebensmittelsicherheit zu schaffen." Die zentrale Veröffentlichung von Lebensmittelwarnungen der Bundesländer ist auch ein Punkt im Bund-Länder-Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette", der als Reaktion auf die Dioxin-Krise im Januar 2011 auf den Weg gebracht worden war.
Das Portal wird im Auftrag der für die Lebensmittelkontrollen zuständigen Bundesländer vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betrieben. Dort gehen fast täglich E-Mails von Verbrauchern ein – hauptsächlich mit viel Lob für die neue Informationsplattform. „Der große Zuspruch der Verbraucher/innen motiviert uns, das Internetportal noch benutzerfreundlicher zu gestalten. Was manchen Nutzern fehlt, ist ein E-Mail-Newsletter oder ein RSS-Feed, der über neu eingestellte Meldungen informiert", erklärt BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg. „Nach der großen Resonanz planen wir, diese zusätzlichen Informationsmöglichkeiten 2012 anzubieten." Schon jetzt können sich Verbraucher über den Internetdienst „Twitter" neue Warnmeldungen anzeigen lassen.

Die Bundesländer veröffentlichen auf www.lebensmittelwarnung.de Warnungen von Lebensmittelunternehmen und zuständigen Behörden vor Lebensmitteln, die gesundheitsgefährdend oder geeignet sind, Verbraucher zu täuschen, und die sich bereits im Handel und damit unter Umständen auch schon bei Verbrauchern befinden. Im Portal findet man auch Hinweise der zuständigen Behörden auf weitere Informationen für die Öffentlichkeit oder auf Rücknahme- oder Rückrufaktionen durch Lebensmittelunternehmer. Darüber hinaus kann das BVL auf der Seite vor Produkten warnen, wenn etwa das Produkt aus dem Ausland vertrieben wird (z.B. via Internet) und kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert. Gemeldet wurden zuletzt etwa Fälle von Listerien in Käse, einem hohen Methanol-Gehalt in Wodka, einem hohen Capsaicin-Gehalt in scharfen Soßen oder auch 70%-ige Essigsäure, die keinen kindersicheren Verschluss hatte und aufgrund des Designs der Flasche leicht mit einem Getränk verwechselt werden könnte.
www.lebensmittelwarnung.de

ust / Redaktion FH

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