Dortmund. Egal ob bei der Verarbeitung, dem Transport oder beim Verzehr: Die meisten Lebensmittel kommen heute auf die ein oder andere Art mit Materialien wie Kunststoff, Papier, Gummi oder Metall in Berührung, bevor sie den menschlichen Organismus erreichen. Bei jedem dieser Materialkontakte ist eine Kontamination oder zumindest Beeinflussung des jeweiligen Lebensmittels grundsätzlich möglich. Um die Sicherheit der Konsumenten zu gewährleisten, werden alle Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, deshalb umfangreichen Prüfungen und Bewertungen unterzogen. Welche neuen Forschungsergebnisse zu verzeichnen sind und wie sich die Gesetzgebung im Fachgebiet fortentwickelt, sind Hauptthemen der dritten Internationalen Fresenius-Konferenz „Residues of Food Contact Materials in Food” am 20. und 21. November 2013 in Köln.
Die Konferenz wird sich unter anderem mit dem Update der Europäischen Union zu Lebensmittelkontaktmaterialien sowie den aktuellen Aktivitäten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in diesem Bereich beschäftigen. Desweiteren betrachtet die Veranstaltung die Auswirkungen und rechtlichen Konsequenzen spezieller Materialien wie Druckfarben, Mineralöl oder recyceltem Papier und nimmt die Risikobewertung von zufällig enthaltenen, nicht-intendierten Substanzen (NIAS) und anderen migrierenden Inhaltsstoffen unter die Lupe. In diesem Zusammenhang thematisiert die Konferenz auch das Migrationsverhalten von Nanopartikeln. Ein weiteres Thema bildet der Bereich Compliance, der sowohl mit seinen generellen Anforderungen als auch den tatsächlichen Umsetzungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Lebensmittelkontaktmaterialien erörtert wird. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Referenten:
– Katharina Adler, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
– Erik Becker, Institut Kirchhoff Berlin
– Fabien Bolle, Wissenschaftliches Institut für Volksgesundheit (WIV-ISP), Belgien
– Jonathan Briggs, Food Standards Agency (FSA), UK
– Laurence Castle, The Food and Environment Research Agency (FERA), UK
– Qasim Chaudhry, The Food and Environment Research Agency (FERA), UK
– Konrad Grob, Behörde für Lebensmittelkontrolle, Kanton Zürich, Schweiz
– Thomas Gude, Swiss Quality Testing Services (SQTS)
– Antje Harling, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA)
– Rüdiger Helling, Sächsisches Laboratorium für Gesundheit und Veterinärwesen
– Claudia Heppner, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European
Food Safety Authority, EFSA)
– Mark S. Maier, Valspar Corporation
– Gregor McCombie, Behörde für Lebensmittelkontrolle, Kanton Zürich, Schweiz
– Peter K.T. Oldring, Valspar Corporation
– Dieter Schrenk, Universität Kaiserslautern
– Thomas Simat, Universität Dresden
– Catherine Simoneau, Gemeinsames Forschungszentrum der Europäischen Kommission (EU Joint Research Centre, JRC)
– Lionel Spack, Nestlé Forschungszentrum
– Michael Trenker, Mayr-Melnhof Karton