Zum zweiten Mal nach 2024 kürte die Metzger-Innung ArberLand am Geburtstag der Weißwurst ihre neue bayerische Weißwurstkönigin: die Metzgermeisterin Sophie Braumiller aus Alling-Biburg im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Auch die 10. Weißwurstkönigin Sophie I. stammt wie ihre Vorgängerin Nr. 9, Elisabeth Schadl, aus einem landwirtschaftlichen Betrieb – dem Braumiller Hof mit eigener Schweine- und Rinderzucht (Charolais), Hofmetzgerei, 24/7-Smartstore und Shopping-App. Sophie Braumiller (26) lernte Fleischerin in der Metzgerei Braun in Wiedenzhausen, wurde mit 18 Jahren bei ihrem Meistertitel mit dem Bayerischen Staatspreis geehrt und führt den Betrieb mit ihrem Bruder und ihrer Mutter mit 16 Angestellten. Sie ist für die Metzgerei zuständig. Sie setzte sich nach dem einstimmigen Urteil der Jury, der Obermeister Stefan Einsle, Elisabeth Schadl und der bayerische Weißwurst-Botschafter Albert „Bertl“ Fritz (Zwiesel) angehörten, gegen 18 Bewerberinnen durch wie der Obermeister betonte. „Der Hauptgrund für meine Bewerbung war, dass ich mich für unser Handwerk einsetzen möchte. Viele Menschen unterschätzen die Berufe in unserem Handwerk und ich möchte in meiner Amtszeit ein positives Bild davon vermitteln“, betonte sie nach ihrer Ernennung. In ihrem kobalt-königsblauen Dirndl wird sie in den kommenden zwölf Monaten viele Termine wahrnehmen.
Rückblick der Vorgängerin

Auch für den Erfinder der Weißwurstkönigin, Albert „Bertl“ Fritz, war die zehnte Krönung ein besonderer Moment. „Ich bin schon etwas stolz, wie wir seit 2013 die bayerische Kultwurst und das bayerische Metzgerhandwerk positiv begleiten konnten“, sagte er. Er lobte das Engagement Elisabeth Schadls als „Regentin“ Nr. 9: „So ein großes Engagement und eine Leistung wir bei ihr habe ich all den Jahren nicht erlebt.“ Die 21-Jährige absolvierte in einem Jahr fast 80 Termine bei Organisationen, Hof- und Volksfesten oder Metzgereien, manchmal zwei bis drei pro Woche. „Es war mir eine große Ehre und ich habe das sehr gerne gemacht“, sagte sie. Vor allem ihr Einsatz bei der Charity-Aktion „Sternstunden“ des Bayrischen Fernsehens, TV-Auftritte wie mit dem Sternekoch Alexander Herrmann oder bei „Unser Land“, Begegnungen mit Politikern wie Ministerpräsident Markus Söder oder dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, aber auch Einladungen aus dem landwirtschaftlichen Umfeld waren Highlights für sie. Ihrer Nachfolgerin übergab sie nicht nur die Krone und das Weißwurst-Szepter, sondern auch eine „Survival“-Tasche, u.a. mit Deo, Haarspray, Stiften und Stickern, Sonnenschutzcreme und einem „Queenie-Buch“, in dem Sophie I. Begegnungen mit anderen Produktköniginnen festhalten kann.
Sechs Königinnen

Erstmals waren unter den rund 50 Gästen bei der Krönung der neuen Weißwurstkönigin in der „Königlichen Weißwurstschule Bayerischer Wald“ in der Metzgerei Einsle in Bodenmais auch vier weitere Produktköniginnen zu Gast, die Elisabeth Schadl bei ihren Terminen kennengelernt hat: die Schrobenhausener Spargelkönigin Elisabeth, ihre Abensberger Kollegin Nora, die 46. Bayerische Kartoffelkönigin Daniela I. und die Fränkischer Kirschenkönigin Lena I. Als Ehrengäste gekommen waren der ehemalige bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der Landrat des Landkreises Regen Ronny Raith, der Koch und Bio-Wagyu-Züchter Ludwig „Lucki“ Maurer und der Geschäftsführer des Fleischerverband Bayern Lars Bubnick.
Traditionell begleitet mit zwölf Böllerschüssen der „Teisnacher Bölleschützen“ und musikalisch umrahmt von den „Silberbergsängern“ ließen sich alle nach „Weißwurst-Hymne“ und Bayern-Hymne kesselfrische Weißwürste, Brezn und Weißbier schmecken. Besondere Dankesworte richteten Stefan Einsle und „Bertl“ Fritz an die Sponsoren: vor allem an Astrid Söll Dirndl Culture, das zum zehnten Mal ein Dirndl kostenlos zur Verfügung stellte, sowie die Firmen Wiberg/Gewürzmüller (NovaTaste), Handtmann Maschinenbau, Friedr. Dick und die Privatbrauerei Falter u.v.m.
Im Bild ganz oben (v.l.): Landwirtschaftsminister a.D. Helmut Brunner, Landrat Ronny Raith, Obermeister Stefan Einsle, Sophie I., Ludwig „Lucki“ Maurer, „Bertl“ Fritz und Lars Bubnick.
Text und Fotos: Marco Theimer