7 Prozent Mehrwertsteuer gefordert

Der DEHOGA Bundesverband habe in seiner Wahlcheckliste zur Bundestagswahl 2005 konkrete Vorschläge gemacht, die den Staat keinen Cent kosten und sofort umgesetzt werden könnten. Insbesondere vor dem Hintergrund der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung – die Fischer „als völlig falsches Signal und Gift für die Branche“ bezeichnete – sei unverständlich, warum der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent für Hotellerie und Gastronomie im Koalitionsvertrag keine Erwähnung findet. 70.000 neue Arbeitsplätze in Hotellerie und Gastronomie könnten so entstehen, ergab eine Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm). Laut dem in Hannover präsentierten DEHOGA-Konjunkturbericht „Gastgewerbe Sommer 2005 – Ausblick Winter 2005/2006“ gelang es zwar 32 Prozent der 3.000 befragten Unternehmern ihre Umsätze zu steigern, dennoch vermeldeten 42 Prozent für die Monate März bis September sinkende Umsätze. Das Gastgewerbe hofft auf eine Konjunktur und Konsumbelebung in 2006. Nicht zuletzt durch die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni kommenden Jahres werden Zusatzimpulse erwartet.

Hotellerie

Für die Hotellerie scheint die Talfahrt gestoppt. Während 38,4 Prozent der be-ragten Hoteliers in den Sommermonaten Umsatzeinbußen zu verkraften hatten, berichten fast 35 Prozent der Unternehmer von Umsatzzuwächsen. 21,1 Prozent der Befragten vermochten in der letzten Saison auch ihre Erträge zu verbessern. Das sind die besten Werte, die seit 2000 gemessen wurden. Grund hierfür ist eine leichte saisonale Belebung. 35,8 Prozent der Häuser geben eine höhere Zimmerauslastung an. Mit gedämpft optimistischen Erwartungen starten die Hoteliers in das Winterhalbjahr. Immerhin glauben rund 40 Prozent der Unternehmen, ihren Vorjahresumsatz im Winter halten zu können. Gleiches gilt für die Ertragslage.

Gastronomie

Die Erwartungen der gastronomischen Unternehmer auf eine Verbesserung oder zumindest Stabilisierung ihrer Situation haben sich nicht erfüllt. Es wird deutlich weniger konsumiert, der Umsatz sinkt stärker als die Gästezahl. Aufgrund gleich bleibender bis steigender Fixkosten verringert sich der Gewinn zusehends. Die unmittelbaren Konsequenzen der andauernden Krise lauten Personalabbau, Investitionssenkungen und nicht selten Betriebsaufgabe. Auch wenn sich 28,7 Prozent der Gastronomen im Sommer 2005 über höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum freuen konnten, kämpften 42,3 Prozent mit einem Gästerückgang. Dem Winter 2005/2006 sehen die Gastwirte mit gemischten Gefühlen entgegen. Nur jeder Fünfte rechnet mit mehr Gästen als im Vorjahreszeitraum, ein Drittel sagt Stagnation auf niedrigem Niveau voraus, 33,5 Prozent der Gastronomen befürchten weiter rückläufige Gästezahlen.

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