Die Markenstärke der deutschen Retail Brands nimmt nach einer repräsentativen Verbraucherhebung des Beratungsunternehmens von Batten & Company deutlich ab. Ursache sei die drastisch gesunkene Markenklarheit und die damit verbundene zunehmende Austauschbarkeit der Marken. Zurückzuführen sei dies auf die Angleichung der Geschäftsmodelle und die Vielzahl an Aktivitäten der Handelsakteure. Auch der Einbruch der Werte des emotionalen Markennutzens lasse sich als Warnsignal für eine nachlassen-de Bindung der Verbraucher an die einzelnen Handelsmarken verstehen, heißt es in der Studie, die von Batten & Company alle zwei Jahre durchgeführt wird.
Besonders deutlich zeigt sich dieser drastische Wandel im Lebensmittelhandel. Der Trading-Up Trend der Discounter bei gleichzeitigem Preiskampf führe dazu, dass sich die Filialketten in Richtung einer unprofilierten Mitte bewegen. Die Kunden wüssten nicht mehr, wofür die Marken stehen und warum sie dort und nicht woanders kaufen sollen. Zu den Marken mit positiver Entwicklung gehört allerdings Edeka mit einem Wert von 7,80 auf der bis 10 reichenden Markenstärkeskala. Edeka habe seine Herausforderungen erkannt und mit umfassender Filialoptimierung und konsequentem Markenauftritt gegenüber Rewe an Markenstärke gewonnen, so das Fazit.
Damit verbessert sich Edeka um fünf Ränge auf den zweiten Platz. Zum dritten Mal Deutschlands stärkste Retail Brand ist Amazon ist. Allerdings ist die Markenstärke von 8,74 auf 8,32 gesunken, was den Abstand zur Konkurrenz deutlich verringert. Weitere Platzierungen: Aldi (Rang: 4, Veränderung: minus 2, Wert: 7,67), Lidl (9/0/7,23), Rewe (10/minus 4/7,22), Kaufland (18/minus 6/6,86), Real (19/ plus 1/6,85), Netto (22/plus 2/6,69), Penny (27/plus 5/6,56).