Bonn. (AMI) Seit April 2012 ist der Handel wieder zugelassen, Russland importierte im Mai und Juni fast so viel Schweinefleisch (gut 25.000 t) wie in den ersten vier Monaten 2012 (gut 30.000 t). Dementsprechend ist davon auszugehen, dass der Abstand gegenüber dem Vorjahr bis Jahresende weitestgehend negiert ist und Russland seine Position als Top-Importeur wieder einnehmen wird. 2011 wurden im gleichen Zeitraum knapp 267.000 t und über das ganze Jahr gut 516.000 t exportiert. Dies entspricht einer Zunahme um etwa 2.000 t oder 0,7 %.
Wie im Vorjahr zeigen sich wieder deutliche Verschiebungen bezüglich der bevorzugten Exportziele. Dabei sank die Menge des nach Russland gelieferten Schweinefleisches. Auch 2011 wurde 46 % weniger Fleisch gehandelt. Im 1. Halbjahr 2012 waren es erneut ca. 50 % weniger (etwa 53.000 t). Grund dafür waren die im Juni 2011 von Russland verhängten Verbote bezüglich des Importes von Schweinefleisch aus drei brasilianischen Bundesstaaten. Ein weiterer Grund für den deutlichen Rückgang der Exporte mit Ziel Argentinien ist ein seit dem 1. Februar wirksames Handelsverbot für Teilstücke. Als Folge gelangt nur noch Verarbeitungsware ins Nachbarland. Daher wurden im 1. Halbjahr 2012 nur etwa 6.500 t gehandelt. Dies entspricht nur noch einem Umfang von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Dr. Tim Koch
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mth/ Redaktion fleischnet