CMA-Studie bestätigt neue Lust auf Regionales

Eine repräsentative Studie der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der Deutschen
Agrarwirtschaft mbH bestätigt: Rund drei Viertel der Bundesbürger wünschen sich im LEH und in der Gastronomie mehr Produkte aus der eigenen Gegend. Kein Wunder: Lebensmittel aus der Region stehen für Frische, Qualität und Geschmack. Das gilt insbesondere für Fleisch- und Fleischprodukte, wie Spitzenkoch Matthias Buchholz betont: “Damit Fleischgerichte immer perfekt gelingen, ist neben der richtigen Zubereitungsart vor allem Frische und Qualität entscheidend. Beim Einkauf achte ich daher auf Produkte aus heimischen Regionen – dies garantiert kurze Wege vom Erzeuger bis zur Ladentheke.”
Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die neue Lust auf Regionales: Die Gerichte schmecken nach Heimat. Deutschlands Regionen verfügen über ein reiches kulinarisches Erbe: Ob Spreewälder Rouladen,
Lüneburger Heidschnucke oder Rheinischer Sauerbraten, ob Thüringer
Rostbratwurst, Nürnberger Bratwürste oder Schwarzwälder Schinken – die Vielzahl regionaltypischer Wurst- und Fleischspezialitäten ist
immens. Die jeweiligen Eigenarten der Regionen haben die Erzeugnisse und Gerichte stark beeinflusst. Ein Beispiel ist Deutschlands Norden: Hier haben raues Klima und lange Winter die regionale Speisekarte
geprägt. Für die Vorratshaltung wurde das Fleisch in früheren Zeiten gepökelt, geräuchert, getrocknet und gesäuert. Und so genießen Hamburger heute noch gern ihr Labskaus mit gepökeltem Rindfleisch oder den Eintopf-Klassiker Birnen, Bohnen und Speck. In
Schleswig-Holstein ist Sauerfleisch mit Bratkartoffeln angesagt. Die Bremer lieben dagegen im Winter ihren Grünkohl mit Pinkel, einer geräucherten Wurst, die aus Speck, Fleisch und Hafergrütze besteht.
Das in der betreffenden Gegend zum Teil über Jahrhunderte gesammelte Know-how bei der Herstellung macht die regionalen Wurst- und Fleischerzeugnisse einzigartig. Immer mehr Verbraucher wissen das offenbar zu schätzen und verdeutlichen damit ihre Wertschätzung für die Region. Im Zeitalter von Globalisierung und WorldWideWeb besinnt man sich eben gern auf traditionelle Werte.

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