Der in der zweiten Jahreshälfte 2005 gestartete Aufschwung wird sich im kommenden Jahr stärker
beschleunigen als bisher erwartet. Nach Einschätzung des IfW wirken eine kräftige Konjunktur im Ausland, die Abwertung des Euro und die aktuell niedrigen Weltmarktpreise für Rohöl stimulierend. Zum
Jahresende ergeben sich zudem Vorzieheffekte aufgrund der angekündigten Erhöhung der Mehrwertsteuer und verbesserte
Abschreibungsbedingungen für Ausrüstungsgüter. Die Wachstumsprognosen für Deutschland wurden erhöht:
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im laufenden Jahrum 0,8 % steigen. Im kommenden Jahr ist mit einem Plus von 1,5 % zu rechnen. Bisher hatten die Prognosen für 2005 bei 0,7 % und 2006 bei 1,1 % gelegen. 2007 schwäche sich die Dynamik unter dem Eindruck der dann in Kraft tretenden steuerlichen
Belastungen sowie einer abkühlenden Weltkonjunktur wieder deutlich ab. Langfristig stabil zeigt sich dagegen die Entwicklung in der festverzinslichen Geldanlage.