
Insgesamt 27 Teams nahmen an den Wettbewerben für Amateure und Profis teil, die von der German Barbecue Association (GBA) veranstaltet wurde und bei denen es nicht nur um Grillspezialitäten ging, sondern auch das stimmungsvolle Ambiente gefragt war. Als Amateurteam wurde jedes Team eingestuft, das maximal einen Profi in seinen Reihen hatte. Als Fachkraft galten Köche, Caterer und Fleischer. Die Profiteams verfügten über mindestens zwei Professionelle in ihren Reihen. Die Amateurteams mussten der 60-köpfigen Jury vier Gänge kredenzen, die Profis waren mit einem fünfgängigen Menü gefragt. Zudem gab es einen Fun-Preis für das Team mit der besten Präsentation und Show.
Mit Casanovas Geheimnis wieder ganz nach oben
Die spektakulärsten Inszenierung bot die Mannschaft um den Pforzheimer Fleischermeister Fritz Staib. Der Titelverteidiger, der seinen Auftritt im vergangenen Jahr unter das Motto Herr der Ringe gestellt hatte, erwies diesmal Venedig seine Reverenz. Eine gläserne Brücke, auf der ein Paar in historischen venezianischen Gewändern stand und unter welcher der mit blauem Stoff angedeutete Canale Grande floss, zog die Blicke der Zuschauer auf sich. Im Zelt war die Tafel wie in einem Palazzo gedeckt. Ein Spiegel mit barockem Rahmen bildete die Menükarte und Gerichte wie Ausbruch des Stromboli oder Casanovas Geheimnis (natürlich mit Austern) sorgten dafür, dass das Gourmet Grill-Team auch in diesem Jahr nicht zu besiegen war.
Den zweiten Platz mit nur sieben Punkten Abstand belegten Die Zunftgriller um Teamchef Alfred Walter, die das Brautpaar Ricarda und Uwe zum Hochzeitsmahl luden, zu dem auch ein Herz aus Bratwurst und Hochzeitsnudeln zählten. Hinter den Gelnhausenern belegte Rot-Weiss Wiechenhof mit Hans Dieter Lucas den dritten Platz des Profi-Wettbewerbs.
Bei den Amateuren fanden vor allem die Cooking Sisters Anklang bei den Zuschauern, denn sie sorgten passend zum heißen Sommerwetter für Südsee-Flair. Die mit Blumen bekränzten Schwestern aus Roppertsweiher verteilten an ihrem farbenprächtigen Stand bunte Cocktails, die in Reagenzgläsern aufgereiht waren. Auch die Slogans für die unterschiedlichen Menüs fielen aus dem Rahmen. So hieß es beispielsweise: Spießig geht die Welt zu Grunde. Der zweite Platz war der verdiente Lohn für die kochenden Südsee-Schwestern. Den Vortritt mussten sie allerdings dem GutGlut Grillkombinat aus Rösrath lassen, die sich den Amateurtitel mit großem Vorsprung sicherten. Punktgleich den dritten Platz belegten Flaming Moe aus Einhausen und die WeltSpießBurger aus Erfurt, die die multikulturelle Küche in den Vordergrund stellten.
Goldener Teufel für Boris Biehl
Bereits am Samstag fand der erste Wettbewerb statt. Boris Biehl aus Stuttgart-Feuerbach grillte sich an die Spitze der 30 Einzelteilnehmer. Er erreichte in den drei Kategorien Fleisch, Fisch und Gemüse eine so hohe Punktzahl, dass er sich ganz oben auf das Siegertreppchen stellen und als Preis den goldenen Grillteufel, der von der Firma Kraft Foods gestiftet worden war, entgegen nehmen durfte. Zweiter im Grillteufel-Wettbewerb wurde Andreas Huberti aus Eitdorf vor Ulf Mersch aus Paderborn.