Lemitec Kulmbach Ukraine Wurst Aktion

Ein Stück ukrainischer Heimat in Franken

Lemitec produziert Wurst nach ukrainischem Rezept für Geflüchtete

Angehende Fleischtechniker haben in Kulmbach eine Idee entwickelt, um Menschen aus der Ukraine den Aufenthalt in Franken vertrauter zu machen. Mit Unterstützung lokaler Unternehmen aus der Region produzierten sie eine ukrainische Spezialität.

Geflüchteten Menschen aus der Ukraine den Aufenthalt in der Fremde erleichtern und dazu das eigene Handwerk einsetzen – diesen Gedanken hatten fünf Schüler und ein Lehrer der Staatlichen Fachschule für Fleischerei- und Lebensmittelverarbeitungstechnik (Lemitec). Mit im Boot: das Kulmbacher Netzwerk, dem auch Menschen mit ukrainischen Wurzeln angehören. Gesagt, getan: In ihrer Freizeit kamen die Schüler zusammen, um 800 Kilogramm Rohstoffe zu Wurst nach original ukrainischem Rezept zu verarbeiten.

Regionale Unternehmen sponserten die Aktion

Unternehmen aus der Region und der Branche (Ponnath Die Meistermetzger, Wolf Wurstspezialitäten, Raps, Kalle) sponserten die benötigten Rohstoffe und stellten das Verpackungsmaterial zur Verfügung. Unter Anleitung ihres Lehrers übernahmen die fünf Nachwuchs-Fleischtechniker das Wursten, Portionieren, Clippen und Verpacken. Die fertigen Wurstwaren werden über lokale Tafeln an ukrainische Geflüchtete verteilt.

„Den Anstoß gaben Beteiligte des Kulmbacher Netzwerks und der Schülermitverantwortung (SMV) der Technikerschule. Unternehmen aus der Region waren sofort bereit, die tolle Initiative unserer Nachwuchskräfte zu unterstützen. Die Aktion soll dazu beitragen, den geflüchteten Menschen hier in Franken diese schwierige Zeit mit dem Geschmack von Heimat ein wenig zu erleichtern“, erzählt Thomas Eberle, Fachbetreuer Fleischereitechnik in Kulmbach.

Das ist die Lemitec in Kulmbach

Die Staatliche Fachschule für Fleischerei- und Lebensmittelverarbeitungstechnik wurde 1974 auf Initiative der damaligen Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF), dem heutigen Max-Rubner-Institut (MRI) in Kulmbach, gegründet. 1977 wechselte der Schulbetrieb von den Räumen der Berufsschule in das damals neu errichtete Schulgebäude in der E.-C.-Baumann-Straße in direkter Nachbarschaft zum MRI. 1989 kam der zweite Eckpfeiler des Ausbildungskonzepts, die Lebensmittelverarbeitungstechnik, hinzu. Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 wurde die Lebensmittelverarbeitungstechnik noch um eine Schwerpunktrichtung im Bereich der Bäckereitechnik erweitert.

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