Jetzt steht dem lang ersehnten Genuss nichts mehr im Weg. Fein in der Schale und gut im Geschmack werden sie bis in den August hinein angeboten. Die ersten kleineren Mengen werden zunächst über die Direktvermarktung ab Hof verkauft. Ab Anfang Juni werden die begehrten Ersten aus heimischem Anbau auch im Lebensmittelhandel zu finden sein.
Der Frühkartoffelanbau in Deutschland ist in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Die Fläche liegt nach den ersten Erhebungen der ZMP bei ca. 18.000 ha. Im Jahr 2000 fiel die Ernte mit über 550.000 Tonnen nach optimalen Witterungsbedingungen relativ hoch aus. Man nimmt an, dass die diesjährige kühle Witterung eine geringere Erntemenge zur Folge haben wird. Für Anbauer und Vermarkter bringt die Saison der Speisefrühkartoffeln einen Wettlauf mit der Zeit mit sich.
Die Frühen mit einer Vegetationszeit von 70 bis 90 Tagen sind im ersten Reifestadium im Vergleich zu den Herbstkartoffeln noch nicht so stabil in der Schale. Also müssen Frühkartoffeln schonend gerodet, verpackt und schnellstens zum Verbraucher gebracht werden. Die Ernte beginnt auf den Feldern in der Pfalz, am Niederrhein, in der Nähe von Uelzen oder in Südbaden frühmorgens. Die Kartoffeln werden direkt auf dem Roder von Erde und Steinen befreit und von Hand verlesen. Das sofortige Abpacken in Jutesäcke sorgt dafür, dass die Knollen schnellstens über den Großhandel zum Lebensmittelhandel und zum Verbraucher gebracht werden. So ist es möglich, dass die Frühkartoffeln innerhalb von 24 Stunden im Handel präsentiert werden können.
