„Fachkräfte-Booster“ aus Landshut

Mit meisterhaftem Erfolg in die Osterzeit: 42 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus zwei Ländern absolvierten den 456. Meisterkurs an der 1. Bayerischen Fleischerschule Landshut erfolgreich. 38 Männer und vier Frauen aus Österreich und Deutschland empfingen ihre Meisterbriefe bei einem Festakt im Audimax der Hochschule Landshut, zu dem rund 200 Gäste gekommen waren. Die Geschäftsführende Gesellschafterin Barbara Zinkl-Funk gratuliert den Jungmeistern und -meisterinnen: „Sie haben sich und ihren Betrieben das schönste Geschenk pünktlich zu Ostern gemacht“.

Ehrgeiz und Fleiß

Über 500 Unterrichtsstunden in zwölf Wochen, vier anspruchsvolle Theorie- und Praxisteile forderten die Teilnehmenden aufs Ganze. Doch ihr Ehrgeiz und Fleiß machte sich bezahlt. Der Umfangreiche Lehrplan umfasste im Praxisteil u. a. Themen wie Zerlegen und Wurstproduktion sowie im Theorieteil etwa Buchführung, Lebensmittelhygiene, Steuerrecht und Arbeitspädagogik, die die Absolventinnen und Absolventen erfolgreich meisterten. Auf über 13.300 km summierten sich die Anreisewege der Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Kurses. Die weiteste Anreise hatte Elora Boese aus Bülow mit 716 km, die kürzeste hingegen Nico Frühmorgen aus Pürkwang mit rund 33 km.

Der Kursbeste

Foto: 1. BFS

Besonders gratuliert wurde Tobias Fiebig (li. Mitte) aus Linz/Sachsen. Als Kursbester in Fachpraxis sowie Fachtheorie erhielt er neben dem Meisterbrief und Schuldiplom einen Gutschein zur Weiterbildung der 1. BFS in Höhe von 300 Euro. Das Klassengremium überreichte dem Schulteam im Namen des Kurses Blumen, Präsente und das traditionelle Kursfoto, um sich für die sehr gute Betreuung und Begleitung während dieser wegweisenden Zeit zu bedanken. „Sie sind der Fachkräfte-Booster, den unser Handwerk so dringend braucht!“, gratuliert Schul-Geschäftsführerin Katrin Barth.

Handwerk aktiv mitgestalten

Prüfungsvorsitzender der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Florian Lang, bescheinigte: „Sie haben Tolles geleistet“. Nach den großen Emotionen des Abschlusses gelte es nun, auch eher „trockene“ Themen wie Buchführung und Recht in der Praxis anzuwenden. Der Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Christian Läpple, lobte die Absolventen und Absolventinnen für ihre Leistung: „Sie möchten dazu beitragen, dass das Image ihrer Branche weiter verbessert wird. Sie stehen für einen bewussten und nachhaltigen Fleischkonsum, für hochwertige Produkte, für Regionalität und Qualität. Sie haben genau die richtigen Versionen und Ideen, um die Zukunft Ihres Handwerks aktiv mitzugestalten!“. Abschließend sorgte er in seiner Ansprache für den Gänsehautmoment, auf den alle so lange gewartet hatten, sprach die frischen Meister und Meisterinnen frei und verlieh ihnen „Meisterehre, Meisterwürde, Meistertitel“. Nebst dem Meisterbrief erhielten sie ein silbernes Meister-M, sowie das seit der Schulgründung 1928 unveränderte Schuldiplom.

 

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