Fastfood

Fastfood im Fokus

Warum essen wir Fastfood? Und wenn ja, wie viel? Die Studie zur Systemgastronomie des BMEL forscht nach. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine Studie zur Systemgastronomie in Auftrag gegeben. Untersucht wird, wie viele Speisen die Deutschen dort verzehren und was ihre Gründe sind. Dazu kommt die Frage: Wie lässt sich das Angebot mit gesunden Nährstoffen aufwerten?

Fastfood und die Folgen

In der Systemgastronomie wird in Deutschland ca. ein Drittel vom gastronomischen Umsatz gemacht. Inzwischen werden dort auch gesündere Gerichte angeboten, z. B. Bowls, Salate und Wraps. Dennoch weist ein großer Teil des Angebots eine geringe Dichte hochwertiger Nährstoffe auf – dafür aber viel Energie in Form von Kalorien. Weil Krankheiten wie Fettleibigkeit und Bluthochdruck zunehmen, ist diese Tendenz kritisch zu sehen, findet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Lückenhaftes Wissen

Aus wissenschaftlicher Sicht besteht noch Forschungsbedarf: Es fehlt an Daten zur tatsächlichen Häufigkeit und Menge, in die Deutsche Fastfood essen. Auch was ihre Motive sind, ist wissenschaftlich nicht erforscht. Ebenfalls offen ist bisher die Frage, wie die Einrichtungen ihr Angebot verbessern können, sodass es ernährungsphysiologisch ausgewogen und auch ökologisch nachhaltig ist. All dies untersucht die vom BMEL in Auftrag gegebene Studie zur Systemgastronomie. Durchgeführt wird sie von der Hochschule Anhalt in Bernburg.

Große Studie zur Systemgastronomie

Der Unterschied zwischen Systemgastronomie und Individualgastronomie besteht darin, dass es ein standardisiertes Angebot gibt. Die Studie zur Systemgastronomie nimmt ausgewählte Quick- und Fullservice-Gastronomien in den Blick. Ähnliche Produkte (z. B. Burger) werden analysiert und verglichen. Außerdem wird die ökologische Nachhaltigkeit der Speisen bewertet.

Die Ergebnisse der Studie „Erhebung, Analyse und Vergleich eines definierten Speisenangebots aus der Systemgastronomie“ werden im 15. Ernährungsbericht des DGE im Jahr 2024 erstmals veröffentlicht.

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