Fleischwirtschaft optimistisch

Wie der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) anlässlich ihrer ersten gemeinsamen Jahrestagung in Berlin erläuterten, hat sich das zurückliegende Jahr insgesamt positiv entwickelt.
Der Fleischverzehr ist im Jahr 2003 um 800g auf 60,8kg pro Kopf der Bevölkerung gestiegen. Von dieser Gesamtmenge entfielen 39,3kg (+600g) auf Schweinefleisch und 8,4kg auf Rind- und Kalbfleisch, während Geflügel eine Verzehrmenge von 10,6 (+200g) erreichte. Der Rest entfiel auf sonstiges Fleisch wie Lamm, Wild oder Kaninchen. Rund die Hälfte des Fleischverzehrs erfolgt durch Fleischwaren, wie Wurst und Schinken.
Für den Verbraucher waren Fleisch, insbesondere Schweinefleisch und einige Fleischerzeugnisse im zurückliegenden Jahr preiswerter als im Jahr zuvor. Für 2003 wird vom Statistischen Bundesamt ein um 1,3 Prozent niedrigeres Preisniveau ausgewiesen. In den ersten Monaten des laufenden Jahres haben die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise jedoch wieder deutlich angezogen, so dass sich die Entwicklung des Vorjahres gegenwärtig eher umkehrt. Anhalten wird dagegen der zunehmende Marktanteil der discountierenden Handelsunternehmen, die neben Wurst und Schinken zunehmend auch frisches Fleisch anbieten.

Trend zu küchenfertigen Produkten
Angesichts des geänderten Ernährungsverhaltens vor dem Hintergrund der zunehmenden sozialen Veränderungen haben küchenfertige Produkte und Snacks mit hohem Conveniencegrad sowie der Außer-Haus-Verzehr für viele Unternehmen
eine zunehmende Bedeutung. Mit einem Umsatz von 23,41 Mrd. Euro im zurückliegenden Jahr repräsentieren VDF und BVDF den mit Abstand größten Teil des deutschen Ernährungsgewerbes.
Das wirtschaftliche Gewicht der Fleischwirtschaft, die enge Zusammenarbeit der Verbände und diegemeinsamen Aufgaben werden mit der gemeinsamen Jahrestagung zum Ausdruck gebracht.
An die Bundesregierung richteten die beiden Verbände den dringenden Appell, von den EU-Vorgaben abweichende nationale Sonderregelungen für den Fleischsektor abzuschaffen und keine neuen aufzubauen. In einer nun erweiterten Europäischen Union mit 24 Konkurrenzstaaten werden Wettbewerbsnachteile aufgrund nationaler
Sonderwege entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Fleischwirtschaft haben.

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