Zusammenschlüsse im Lebensmitteleinzelhandel können negative Folgen für die Verbraucher haben. Zwar wirken sich die Fusionen nicht auf die Preise, wohl aber auf die Produktvielfalt aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit Beteiligung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Tomaso Duso, Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte, und internationale Forscherkollegen haben dazu mehrere Zusammenschlüsse auf dem niederländischen Lebensmittelmarkt zwischen 2009 und 2012 untersucht. Ihr Fazit: „Die Vielfalt an Produkten, also von Produktmarken innerhalb einer Produktkategorie wie Wurstwaren oder Reinigungsmittel, hat in Gebieten signifikant abgenommen, in denen die fusionierenden Unternehmen zuvor im direkten Wettbewerb zueinander standen“, sagt Tomaso Duso. Das Forscherteam analysierte die Preisentwicklung und die Breite des Sortiments vor und nach den Zusammenschlüssen. Zur Kontrolle haben die Ökonomen dies zum einen in Gebieten untersucht, in denen die Unternehmen, die sich zusammengeschlossen haben, vorher Wettbewerber waren, und zum anderen dort, wo dies vor der Fusion nicht der Fall war.
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