Geschmack mit Herkunft

2026 blickt das Speck Konsortium auf 30 Jahre Südtiroler Speck g.g.A. zurück und richtet den Fokus mit der Definition zentraler Handlungsfelder auf die gezielte Marktentwicklung in Deutschland. Dieses wurde 1992 von 17 Produzenten mit Sitz in der Handelskammer Bozen gegründet und vertritt die Interessen von 26 Speckherstellern in Südtirol. Zu den Aufgaben der Schutzvereinigung zählen die Qualitätspolitik, der Schutz der Marke und die Steigerung der Bekanntheit des Produktes.

Südtiroler Speck g.g.A. – zertifizierte Qualität

Südtiroler Speck trägt das EU-Siegel „geschützte geografische Angabe“. Es gewährleistet, dass die gesamte Herstellung – vom Rohprodukt bis zur Reifung – in Südtirol erfolgt und den klar definierten, regelmäßig kontrollierten Produktionsstandards entspricht. 26 Hersteller erfüllen diese Anforderungen und sind berechtigt, ihre Produkte unter dem Gütesiegel „g.g.A.“ zu vermarkten. Die charakteristische Gewürzkruste, bestehend aus Rosmarin, Lorbeer, Wacholder, wenig Salz und Pfeffer variiert je nach Hersteller, da die genaue Rezeptur auf überliefertem Wissen der einzelnen Familienbetriebe basiert. Sie ist maßgebend für das ausgewogene Geschmacksprofil und unterstützt den natürlichen Fleischgeschmack, ohne ihn zu überdecken.
Die weitere Verarbeitung der Schlegel erfolgt nach dem Leitsatz „wenig Salz, wenig Rauch und viel Luft“, denn Südtiroler Speck g.g.A. vereint zwei Konservierungsmethoden von Fleisch: das Trocknen an der frischen Luft, weit verbreitet im Mittelmeerraum, und das Räuchern, typisch für die Länder im Norden Europas. In etwa 22 Wochen Reifezeit bei Südtiroler Bergluft verliert der Speck rund ein Drittel seines Gewichts. So entwickelt sich seine typische feste Textur.

Weichenstellung für deutschen Markt

Durch die systematische Steigerung der Markenpräsenz im Alltag der Verbraucher soll die Reichweite signifikant ausgebaut werden. Zudem soll die Vielseitigkeit des Specks aufgezeigt werden – etwa durch die Verwendung in warmen Speisen oder als Gegenstand moderner Rezeptideen. Im Mittelpunkt steht bei all dem die konsequente Stärkung des Marken-Images als geschütztes Premiumprodukt mit klarer Herkunft, hoher Produktqualität und authentischem Geschmack. „Wir arbeiten kontinuierlich an der modernen Positionierung und dem Erlebbar-Machen des Traditionsprodukts etwa durch Influencer-Kooperationen, digitale und klassische Werbung sowie Produktverkostungen, die 2024 rund 50 Märkte einbezogen haben. Im Herbst 2025 folgt eine groß angelegte Verkostungskampagne in weiteren Märkten Süddeutschlands, die ausschließlich Südtiroler Speck g.g.A. gewidmet ist“, so das Konsortium. Ziel ist es, die sensorischen Stärken erlebbar zu machen und die Alltagsverwendung des Produkts in den Vordergrund zu stellen.

Akzente auf der Anuga 2025

Foto: IDM Alto Adige/Helmuth Rier

Südtiroler Speck g.g.A. präsentiert sich vom 4. bis 8. Oktober 2025 auf der Anuga in Köln. In Halle 7.1: B068 – C069 haben Fachbesucherinnen und -besucher die Möglichkeit, das geschützte Qualitätsprodukt kennenzulernen. Im Fokus stehen die Produktpräsentation und der gezielte Dialog mit den Kunden. So können Messegäste im entspannten Rahmen mit Mitgliedern des Konsortiums sowie den vertretenen Produzenten ins Gespräch kommen. Das Konsortium und die Hersteller stehen während der gesamten Messezeit für Fragen, Austausch und vertiefende Fachgespräche zur Verfügung.

Südtiroler Speck g.g.A. (geschützte geografische Angabe) ist ein Rohschinken, der seinen besonderen Charakter der engen Verbindung zu seinem Ursprungsland Südtirol verdankt. Er wird nach der traditionellen Regel „wenig Salz, wenig Rauch und viel Luft“ hergestellt und vereint damit zwei Methoden zur Konservierung von Fleisch: das Trocknen an der frischen Luft, weit verbreitet im Mittelmeerraum, und das Räuchern, typisch für die Länder im Norden Europas. Südtiroler Speck g.g.A. wird nur von 26 Herstellern produziert, die vom Südtiroler Speck Konsortium anerkannt sind, und garantiert traditionelle Handwerkskunst und höchste Qualität.

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