Kritik an WHO-Studie zum Krebsrisiko

Die Warnung der Weltgesundheitsorganisation WHO vor dem Krebsrisiko von Wurst- und Fleischverzehr stößt auf Kritik von Herstellern, Verbänden und Politik. Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC), eine WHO-Behörde, hatte von einem Zusammenhang zwischen Krebsrisiko und der täglichen Verzehrmenge von rotem und verarbeitetem Fleisch berichtet. Nach der IARC-Studie, die auf Auswertungen und statistischen Berechnungen anderer Studien basiert, gingen pro Jahr 34.000 Krebstodesfälle auf verarbeitetes Fleisch zurück. Der Schutzverband Schwarzwälder Schinkenhersteller warf der Organisation eine Verunsicherung der Verbraucher vor.

 

Und Bundesernährungsminister Christian Schmidt erklärte: „Niemand muss Angst haben, wenn er mal eine Bratwurst isst! Die Menschen werden zu Unrecht verunsichert, wenn man Fleisch mit Asbest oder Tabak auf eine Stufe stellt.“ Nach wie vor gelte: Es kommt immer auf die Menge an und allzu viel ist ungesund, sagte Schmidt Und Stephan Becker-Sonnenschein, Geschäftsführer vom Verein Die Lebenswirtschaft, meinte: „Wenn die WHO verarbeitetes Fleisch als „möglicherweise krebserregend“ einstuft, dann sollte sie auch Beweise dafür vorlegen – außer die dafür offensichtlichen politischen Gründe. Denn es gibt bislang keine klaren wissenschaftlichen Beweise dafür, dass rotes oder verarbeitetes Fleisch wirklich ursächlich krebserregend ist.“

 

Fotos: OchsenPost, BMEL

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