Zoetermeer/NL. So haben sich das niederländische Landwirtschaftsministerium und der Geflügelsektor des Landes kürzlich an einen Tisch gesetzt und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Tierwohlseins in der Masthähnchenhaltung auf den Weg gebracht. Grundlage hierfür sind die im Juli 2010 in Kraft tretenden neuen EU-Vorschriften. Gefordert wird dann eine maximale Besatzdichte von 39 Kilogramm/m2. Für Betriebe mit geringen Ausfallraten kann dieser Wert auf 42 Kilogramm/m2 erhöht werden. In den Niederlanden soll die höhere Besatzdichte aber nicht nur für Masthähnchenhalter mit geringen Ausfallraten gelten, sondern auch für die Betriebe, in denen Fersendermatitis nur in geringem Maße auftritt. Die Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier berät derzeit unter anderem darüber, welcher Grenzwert hierfür festzulegen ist. Außerdem gibt es konkrete Überlegungen, ab Mitte 2012 anstelle des Kriteriums Fersendermatitis das Vorkommen von Fußsohlen-Entzündungen als Parameter für die Erlaubnis einer höheren Besatzdichte heranzuziehen.