Zoetermeer/NL. Deutlich rückläufig ist laut einem aktuellen Bericht des Landbauökonomischen Instituts der Universität Wageningen der Verkauf und Einsatz von Mitteln, die als kritisch eingestuft werden. Die niederländische Geflügelwirtschaft hat einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg. Der Sektor hat schon vor Jahren ein weitreichendes Maßnahmenpaket geschnürt. So werden unter anderem alle in der Praxis verabreichten Antibiotika von den Veterinären erfasst und in eine zentrale Datenbank eingegeben. Auf Basis dieses Datenpools haben die Verantwortlichen der Geflügelwirtschaft eine Kategorisierung des Antibiotika-Gebrauchs vorgenommen. Viehhalter, die häufiger solche Mittel einsetzten, wurden bei ihren Minimierungsaktivitäten gezielt unterstützt.
Die deutschen Verbraucher lassen sich Geflügelfleisch gerne etwas kosten. Nach Informationen des Marktforschungsunternehmens GfK haben die Konsumenten in diesem Jahr bislang soviel Geld für weißes Fleisch ausgegeben wie nie zuvor. Allein von Juli bis September 2012 wurden durchschnittlich 5,38 Euro pro Kilogramm frisches Geflügelfleisch gezahlt. Der mengenmäßige Marktanteil stieg im dritten Quartal nochmals an und beträgt nun rund 47 %. www.pve.nl
mth/ Redaktion fleischnet.de