Pokale satt beim Metzger Cup

Keine geringeren Ehrengäste als Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, Staatsminister Dr. Florian Herrmann und der Kabarettist und Comedian Django Asül waren zur Preisverleihung des „Metzger Cup“ 2025/2026 gekommen.

Der Saal der Neusäßer Stadthalle war mehr als voll, und so mancher hatte wohl Probleme einen Parkplatz zu finden. Trotzdem startete die traditionelle Preisverleihung der freiwilligen Qualitätsprüfung – das Familientreffen des bayerischen Handwerks – für die über 600 Gekommenen pünktlich. „Wenn es einen Beweis braucht, dass unser wunderschönes Metzgerhandwerk stark ist und lebt, hier in diesem prall gefüllten Saal sitzt er“, freute sich Landesinnungsmeister Konrad Ammon, der an die anwesende Politprominenz aber auch aktuelle Herausforderungen wie die sinkende Zahl tiererzeugender Landwirte oder sinnlose Arbeitszeitaufzeichnungen in Familienbetrieben adressierte.

Beste Qualität bewiesen

Fotos: Fleischerverband Bayern, M. Theimer

Nach seiner Rede folgte die von Bundeslandwirtschafsminister Alois Rainer, der sich als gelernter Metzgermeister hier. sichtlich wohlfühlte. 2026 sei sein Meisterbrief 40 Jahre her, seit 2013 sitzt er für die CSU im Bundestag. „Metzger habe ich gelernt, Politiker ist man nur auf Zeit. Aber nun gibt es auch wieder Fleisch in der Kantine des Landwirtschaftsministeriums“, sagte er und erntete Applaus. „Dass sich viele Metzgereien auch aus anderen Bundesländern für den Metzger Cup beworben haben, zeigt, dass er etwas Besonderes ist“, lobte er. Zum dritten Mal war Dr. Florian Herrmann zu Gast: „Sie alle haben in ihren Betrieben beste Qualität bewiesen. Sie liefern den Menschen klassische und innovative regional erzeugte Produkte. Erstmals seit Jahren zu Gast war Hans-Peter Rauch, Metzgermeister und Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, der die Hand Konrad Ammons zur Versöhnung annahm. Danach wurde es lustig als Django Asül mit zahlreichen Pointen zu Lasten von Politik, Gesellschaft und menschlichem Zusammenleben für Lacher und Applaus sorgte. Zudem waren im Foyer zahlreiche Partner des Fleischerverband Bayern, z.B. AVO, SmartStore24, holac Maschinenbau, Hagesüd, Handtmann, Peukert 1871, Vemag, Multivac, Ladenbau Hanke vertreten. Und auch die elfte Bayerische Weißwurstkönigin Julia I. (Julia Böbel) bereicherte den Event mit ihrer Anwesenheit.

Ehrungen und Pokale

Doch bevor Alois Rainer, Dr. Florian Herrmann, Django Asül und Konrad Ammon die fast unzählige Anzahl an Urkunden und Pokalen an die Betriebe überreichten, fanden sie sich auf der Bühne zu einigen Ehrungen ein. Für sein außerordentliches Engagement und 20 Jahre an der Fleischerschule in Augsburg wurde Schulleiter Anton Schreistetter geehrt, dessen Vorgänger Robert Baur die Llaudatio hielt. Über ein Stipendium des Fleischsommelier Deutschland e.V. für eine Weiterbildung zum Fleischsommelier an den Fleischerschulen Augsburg, Landshut oder Weiterstadt und ein hochwertiges Messer (Friedr. Dick) freute sich der Europameister der Fleischer 2025, David Hilpert. Der beste Fleischer Deutschlands 2025, Philipp Auerswald, bekam dieses auch – allerdings in Abwesenheit.
195 Metzgereibetriebe und fünf Berufsschulen mit über 850 Proben hatten am Metzger Cup 2025/2026 teilgenommen, auch aus Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen und Hessen, hier etwa der „Landmetzjer“ Fabian Schüttler (Bickenbach) oder die Fleischerei Kohl-Kramer (Borken-Trockenerfurth.)

Foto: Fleischerverband Bayern

137 Proben gingen für den Sonderwettbewerb „Bestes Heißgeräuchertes“ ein. Neben den drei besten Metzgereien, erhielten zwei weitere Pokal und Urkunden für ihr „Herausragendes Produkt“ (s. Kasten). Auch die anwesenden Kinder kamen auf ihre Kosten und nahmen ein besonderes Kuscheltier – ein Hochlandrind aus Plüsch – mit. Danach wurde das Mittagsbuffet eröffnet. Für die gesamte kulinarische Versorgung stand wie in den vielen Jahren zuvor das Team der Fleischerschule Augsburg parat, für dessen selbstlosen Einsatz sich der Verband herzlich bedankte. Marco Theimer
www.metzgerhandwerk.de

Sonderwettbewerb „Bestes Hausgeräuchertes“

1. Platz: Feinkost-Metzgerei Weber, Langgries („Isarwinkler Hausgeräuchertes“)
2. Platz: Metzgerei Pschorr, Fuchstal/Aschl („Fuchstaler Landschinken“)
3. Platz: Metzgerei Haslacher, Langenpreising („Hausgeräuchertes“)
Herausragendes Produkt: Hofmetzgerei Waldinger, Schweitenkirchen („Waldinger Jahrgangsschinken 2024“) und Keller GmbH, Langenbach („Mediterrano“)

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