Bonn. Als Folge der BSE-Krise gehen die Preise für Fleisch und Geflügel nach oben. Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Bonn stiegen die Preise für Hähnchen- und Putenschnitzel seit dem ersten BSE-Fall Ende November um mehr als sechs Prozent. Schweinekoteletts und Schweineschnitzel wurden um über vier Prozent teurer. Aber auch Rinderschmorfleisch und Kalbsschnitzel legten um rund drei Prozent zu.
Für die nächsten Wochen sagen die Marktbeobachter weiterhin steigende Preise voraus. BSE-Tests, höhere Futtermittelkosten, die Ausgaben für die Entsorgung der Schlachtabfälle sowie höhere Energiepreise würden die Produktionskosten für Fleisch steigen lassen. Auch bei Käse sei ein Preisanstieg nicht auszuschliessen.
Unterdessen hält die Absatzkrise am deutschen Rindfleischmarkt unvermindert an. Höchstens die Hälfte der sonst üblichen Mengen konnten im Inland verkauft werden. Düster sehe es auch im Export aus. Russland sei einziger bedeutender Abnehmer. 34 andere Drittländer haben ein Einfuhrverbot für lebende Rinder, Rindfleisch und Rindfleischerzeugnisse verhängt.