So stieg die Anzahl der Übernachtungen in 2005 um 3 Prozent auf 200,8 Millionen. Besonders erfreulich ist hierbei die erneut starke Zunahme der Übernachtungen ausländischer Gäste um 6,1 Prozent, hob Dreesen hervor. Die durchschnittliche Zimmerauslastung erhöhte sich von 60,1 Prozent auf 61,5 Prozent (+2,4 Prozent). Für 2006 prognostizierte Dreesen eine Steigerung der Zimmerauslastung von etwa 3 Prozent bei leicht anziehenden Preisen. Nach etwa zehn Jahren Arbeitsplatzabbau seien wie 2004 (plus 0,4 Prozent) auch 2005 (plus 0,1 Prozent) wieder Beschäftigte hinzugekommen. Die deutschen Hotelzimmer waren damit vergangenes Jahr zu 61,5 Prozent ausgelastet nach 60,1 Prozent im Jahr 2004. Allerdings sanken die Preise im Durchschnitt um 0,8 Prozent, von 82 auf 81 Euro. Bei der Auslastung entwickelten sich Flughafenhotels (plus 4,2 Prozent), Hotels in mittelgroßen Städten (plus 2,9 Prozent) sowie kleinere Häuser mit weniger als 100 Zimmern (plus 3,5 Prozent) überdurchschnittlich gut.
Nicht zuletzt durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erwartet der Branchenverband zusätzliche Impulse. Der Hotelverband Deutschland sieht in der Fußball-WM eine einzigartige Chance, einen mittel- bis langfristigen Schub für den Deutschland-Tourismus zu erreichen, teilte Dreesen mit. Zugleich forderte der Verbands-Chef die Branche auf, sich im Jahr 2006 nicht nur auf Fußball-Touristen zu setzen und das aktive Werben um andere Zielgruppen nicht zu vernachlässigen. Der Hotelverband Deutschland fordert, für die deutsche Hotellerie den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent einzuführen. Nur in drei der 25 EU-Staaten – Dänemark, Slowakei und Großbritannien – würden die Hoteliers schlechter gestellt als in Deutschland.

Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Hotelverbands wurde auch der Branchenreport Hotelmarkt Deutschland 2006 vorgestellt. Das einmal jährlich erscheinende Standardwerk des Hotelverbands Deutschland (IHA) zeichnet langfristige Tendenzen der Marktentwicklung auf, zieht Bilanz des abgelaufenen Jahres und liefert zugleich eine erste belastbare Prognose für den weiteren Jahresverlauf.