Wurst- und Schinken-Kompetenz

Genuss für Gaumen und Tradition – diese beiden Schlagworte füllen elf neue an der 1. Bayerischen Fleischerschule Landshut ausgebildete Wurst- und Schinkensommeliers mit Leben. Zehn davon waren aus verschiedenen Regionen Deutschlands nach Niederbayern zur Weiterbildung angereist, einer kam sogar über den „großen Teich“ aus Mexiko an die Isar. Auch drei Damen bereicherten den Kurs. Alle absolvierten die anspruchsvolle Fortbildungswoche mit Bravour und erhielten nach bestandenem Kurs für ihren Fleiß und ihr Engagement ihre Zertifikate. Der Kursbeste Timo Winterhalder (Bild unten Mitte) aus Blaufelden bekam neben dem begehrten Zertifikat ein Landshuter Buchskranzerl sowie einen Weiterbildungsgutschein der 1. BFS in der Höhe von 300 Euro.

Abwechslungsreiches Themenspektrum

Ihr neu erlerntes Know-how erlangten sie in verschiedenen Workshops, Exkursionen und Vorträgen – vermittelt von hochkarätigen Dozenten. Die Themen reichten von Food-Pairing über Charakteristika der europäischen Wurstlandschaft bis hin zur Ballaststoffanreicherung in Fleisch- und Wurstwaren. Ebenso eine große Rolle spielten Gewürzerkennung, -komposition und -addition, die Prof. Dipl. Ing. Manfred Winkler (Bild unten li.), Master of Science in Önologie seit Jahren an der Fleischerschule lehrt. „Was sie empfinden, müssen sie sagen, müssen sie beschreiben und dafür bedarf es Worten, die so schwer zu finden sind. Sie haben gelernt Wurst- und Schinken zu analysieren, zu interpretieren und dabei Methoden kennengelernt, um diese Qualitätseigenschaften auszuloben“, betonte Prof. Winkler bei seiner Ansprache.

Foto: 1.BFS

Mit Kompetenz punkten

Die Absolventen und Absolventinnen beschäftigten sich mit diversen Fragen, z.B welche Gewürze sorgen für den idealen Geschmack einer Wurst? Wie wird diese am besten verpackt? Was macht einen Holsteiner Katenschinken oder den Südtiroler Speck so einzigartig? Wie greife ich neue Trends auf? Alles das und noch viel mehr können die neuen Wurst- und Schinkensommeliers nun im Alltag anwenden, um für Verbraucher ein kompetenter Ansprechpartner zu sein und so mit bestem Wissen beraten zu können. Auch Schul-Geschäftsführerin Barbara Zinkl-Funk (Bild links re.) gratulierte: „Sie haben ihr Können unter Beweis gestellt und haben den Titel Wurst- und Schinkensommelier bzw. -sommelière redlich verdient“.

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