Der Fleischverarbeiter Vion Food hat nach Worten von Interims-CEO Tom Heidman im vergangenen Jahr „eine gute Basis für die Zukunft geschaffen“. Anlässlich der Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2014 sagte dieser: „Nach dem Verkauf von Vion Ingredients stand 2014 ganz im Zeichen der Neupositionierung und Integration unserer Aktivitäten mit dem Ziel, die Rendite zu steigern.“ Durch das verbesserte Ergebnis, die umgesetzten operativen Veränderungen, Anpassungen beim Footprint und eine robuste finanzielle Position sei ein tragfähiges Fundament geschaffen worden.
Die Netto-Umsatzerlöse sanken 2014 infolge des Verkaufs von Vion Ingredients von 7 Mrd. Euro auf 5 Mrd. Euro. Verglichen mit 2013 wurde der Umsatz ferner durch ein niedrigeres Preisniveau sowohl bei Rind- als auch bei Schweinefleisch beeinflusst. Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit belief sich 2014 auf 60 Mio. Euro, im Gegensatz zu 196 Mio. Euro 2013. Der Rückgang wurde vor allem dadurch verursacht, dass 2013 die Ergebnisse von Vion Ingredients bis zum Verkauf im Oktober 2013 im Ergebnis enthalten waren. Für die fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit stark von 22 Mio. Euro im Jahr 2013 auf 58 Mio. Euro im Jahr 2014, auch aufgrund günstiger Preisentwicklungen an den Beschaffungsmärkten.
Im Jahr 2014 hat Vion ein Nettoergebnis in Höhe von minus 21 Mio. Euro gegenüber einem Ergebnis von 516 Mio. Euro im Jahr 2013 realisiert. Das Nettoergebnis aus dem Jahr 2013 enthält jedoch einen einmaligen positiven Effekt in Höhe von 781 Mio. Euro aus dem Verkauf von Konzerngesellschaften. Das Unternehmen, dessen wichtigster Markt auch im vergangenen Jahr Deutschland mit einem Umsatzvolumen von 2,3 Mrd. Euro war, geht davon aus, „dass wir zum Ende des Sommers einen neuen CEO berufen können, der die Zukunft von Vion weiter formen wird”, wie es Tom Heidman formuliert. www.vionfood.de
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