Rewe contra schmerzhafte Prozedur

Ab dem 1. Januar 2017 will die Rewe Group bei ihren Eigenmarken kein Frischfleisch mehr verkaufen, das von betäubungslos kastrierten Schweinen stammt. Diese Entscheidung hat das Unternehmen heute seinen Vertragslieferanten mitgeteilt.

Rund 20 Millionen männliche Ferkel werden heutzutage in den ersten Tagen nach ihrer Geburt betäubungslos kastriert, damit das Risiko vermieden wird, dass männliche Mastschweine den unangenehmen Ebergeruch ausbilden.

„Die betäubungslose Kastration passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit. In der Theorie verfügen wir bereits jetzt über alternative Methoden, die den Tieren die schmerzhafte Prozedur ersparen können. Zusammen mit unseren Lieferanten starten wir nun einen Strategieprozess mit dem Ziel, bis Ende 2016 Schweinefleisch aus unserem Sortiment zu verbannen, welches von betäubungslos kastrierten männlichen Schweinen stammt”, sagt Dr. Klaus Mayer, Leiter Qualitätsmanagement bei der Rewe Group.

Diese strategische Entscheidung ist die erste umgesetzte Maßnahme des erst kürzlich von der Rewe Group veröffentlichten „Leitbildes zur Nutztierhaltung der Zukunft”, wodurch das Unternehmen seine bisherigen Nachhaltigkeitsaktivitäten ausweitet.

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