Dieser Roboter ist ein Ripper

Das Danish Meat Research Institute (DMRI) hat einen Roboter entwickelt, der einzelne Rippen von Schweinebauchstücken abzieht. Schlachthöfe könnten damit eine körperlich anspruchsvolle Aufgabe automatisieren, die derzeit die Schlachthausarbeiter strapaziert, die die Rippen manuell aus dem Schweinebauch lösen, bevor sie vorwiegend für die Märkte in Japan und Südkorea weiterverarbeitet werden.

 

„Es besteht seit langem ein Bedarf für ein solches Gerät, denn es eliminiert mehrere körperlich anspruchsvolle Arbeitsfunktionen, wodurch die Produktivität gesteigert und die Arbeitsumgebung in den Schlachthöfen verbessert wird“, sagt Carsten Jensen, Produktmanager bei DMRI.

 

In der Einzelrippenausrüstung durchläuft der Schweinebauch zunächst einen Röntgenscanner. Das gescannte 2D-Bild wird auf einem Computer analysiert und verarbeitet. Die Aufträge werden dann an einen Industrieroboter geschickt, der ein spezielles Werkzeug zu den Schweinebauchrippen bewegt, das immer drei Stück auf einmal herauslöst, bis alle 12 Rippen gelöst sind. Das Konzept ernete auf der IFFA in Frankfurt am Main im vergangenen Jahr reichlich Vorschusslorbeeren.

 

Wahrscheinlich 2018 erstmals im Einsatz

DMRI und der dänische Maschinenbauer Frontmatec haben einen Kooperationsvertrag über die endgültige Entwicklung sowie Verkauf und Service des neuen Roboters abgeschlossen. Er soll voraussichtlich 2018 erstmals in einer Schlachtlinie zum Einsatz kommen.

 

„Der Roboter ist ein gutes Beispiel für die neue Entwicklungsstrategie von DMRI, die sich auf Standardplattformen konzentriert. Die Strategie sorgt auch dafür, dass das Endprodukt auf die einzelnen Schlachthöfe zugeschnitten ist und damit die Technologie für viele Kunden relevant macht. Die Entwicklung ist mittlerweile weitaus nutzergetrieben, so dass es möglich ist, sowohl schnellere Entwicklungszeiten als auch Synergien in Bezug auf den Ressourcenverbrauch der Geschäftspartner zu erreichen”, sagt Carsten Jensen.

 

Die Kooperationsvereinbarung unterzeichneten am 17. März 2017 Andreas Jensen, Geschäftsführer von Frontmatec, und Carsten Jensen, Produktmanager bei DMRI. www.dmri.com

 

 

Foto: DMRI

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