Meisterkurs

452. Meisterkurs in Landshut

Das Weihnachtsfest rückt näher. 23 Metzger und vier Metzgerinnen aus zwei Ländern durften schon jetzt feiern: „Mit der bestandenen Prüfung haben sich selbst das schönste Geschenk gemacht“, bescheinigte Barbara Zinkl-Funk den erfolgreichen Teilnehmern und Teilnehmerinnen des 452. Kurses. Die geschäftsführende Gesellschafterin gratulierte den neuen Meistern und Meisterinnen bei einer Feier vor gut 200 Gästen im Zeughaus der „Förderer der Landshuter Hochzeit“ zum Meisterbrief als Lohn für zwölfwöchiges Büffeln.

Kursbeste aus Pemfling

MeisterkursDiesem Appell schloss sich auch Christian Läpple, Vizepräsident der Handwerkskammer Nieder-bayern-Oberpfalz an. Den aus der Landwirtschaft, Schlachtbetrieben, dem klassischen Handwerk oder dem Handel stammenden Jungmeisterinnen und Jungmeistern riet er: „Tragen sie dazu bei, das Image der Branche zu verbessern. Mit dem Meisterkurs haben sie ihrer beruflichen Zukunft eine neue Richtung gegeben. Besonders gratuliert wurde Cayenne Holzer (21, Bild links mitte) aus Pemfling. Als Kursbeste in Fachpraxis und Fachtheorie erhielt sie neben dem Meisterbrief und dem Schuldiplom einen mit 300 € dotierten Weiterbildungsgutschein der Landshuter Fleischerschule.

„Tolles geleistet“

Auf über 10.000 km summierten sich die Anreisewege dieser Lerngemeinschaft, die sich in über 500 Unterrichtsstunden im Schulgebäude an der Straubinger Straße fit machte für Führungspositionen oder Selbstständigkeit. Felix Aldenhoff (29) aus Dorsten hatte mit 650 km die weiteste Anfahrt, Daniel Zach (21) aus Reisbach Nahe Dingolfing die kürzeste. Der Lokalmatador hatte zuvor eine Metzgerlehre mit Topnoten in der hauseigenen Metzgerei des landwirtschaftlichen Betriebs „Land.Luft“ in Roßbach-Leberfing absolviert und die Berufsschule in Landshut besucht. Seitens der Metzgerinnung Landshut wurde er im Sommer für seine Bestleistungen ausgezeichnet. „Sie haben Tolles geleistet“, bescheinigte Prüfungsvorsitzender Florian Lang von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz den erfolgreichen Prüflingen. Nach den großen Emotionen des Meisterabschlusses gelte es nun, selbst „trockene“ Themen wie Buchführung und Recht in der Berufspraxis anzuwenden.

Gewonnene Kontaktpflege pflegen

MeisterkursSich für die Branche zu engagieren „Mit Hand.Herz.Verstand“ (so der Schulslogan), junge Leute für die Berufe im Fleischerhandwerk zu begeistern und auszubilden, legte Barbara Zinkl-Funk den Absolventen ans Herz. Wichtig sei zudem die Kontaktpflege untereinander, etwa über den 500 Mitglieder zählenden Absolventenverband der 1. BFS; so könne man „netzwerken“, Ideen austauschen und Freundschaften bei regelmäßigen Treffen pflegen. Mit einem großformatigen Kursfoto, Blumensträußen und kleinen Präsenten dankten die Jungmeister dem Team der 1.BFS für die Begleitung in diesem besonderen Lebensabschnitt. Kurssprecher Marcel Birklein (33) aus Sugenheim resümierte mit Julia Niebauer und Maximilian Gigl die spannenden Wochen in Landshut. Nun könne man nach dem Meisterkurs die Zukunft selbst gestalten. Die lehrreiche Kurszeit werde die Teilnehmenden für immer verbinden.

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