
Mit ihrer Vorliebe für Kerniges liegen die Politiker im Trend: Suppen nach ausgetüftelten Rezepten aus dem Ausland werden immer seltener gekocht. Nur fünf Prozent der knapp 90 Politiker, die sich an der Umfrage beteiligten, bevorzugen internationale Suppen. Die Mehrzahl der befragten Politiker/innen schätzen offensichtlich eine Kelle Heimat in der Fremde. Fischsuppen sind mit 7 % bei den politischen Nordlichtern beliebt, z.B. beim Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen Dr. Ulrich Nußbaum, oder bei Krista Sager, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen (Foto: Magarete Schullers fiskesuppe, eine Fischsuppe). Sie verbindet damit die Erinnerung an ihre dänische Mutter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) etwa isst gerne Kartoffelsuppe – woran sie dabei denkt? – bleibt ihr Geheimniss, denn sie beteiligte sich nicht an der Umfrage.
*+Historisches zur Suppe*-
Im 18. Jahrhundert war "restaurant" in Frankreich nichts weiter als ein Beiwort, zugeordnet dem Begriff "Suppe", die in den städtischen Vergnügungsvierteln ausschließlich den Herren nach den Anstrengungen der Nacht zugedacht war. War die Suppe kräftigend und stärkend, so galt sie als restaurierend – stellte sie doch denjenigen wieder her, der sie aß. Zubereitet wurde die Kraftbrühe recht aufwendig. Zwölf Stunden kochten in einem verschlossenen Gefäß, das im Wasserbad stand, eine Hammel- und eine Kalbskeule sowie drei Rebhühner. Wirte, die diese Kraftbrühe später anboten, nannten sich Restaurateure.
*+Fazit*-
Seien wir ehrlich – leicht hat es der Berufszweig der Politiker/innen nicht. Irgendwas spricht immer dagegen und irgendwer kritisiert immer herum – wie gut, dass es die Suppe gibt- die "erste Trösterin in der Not" (Hildegard von Bingen).