Cornelius bilanziert positives erstes Halbjahr 2026
„Optimismus ist gefragt“, sagt Peter Cornelius, dessen gleichnamiges Unternehmen zu den führenden Herstellern von Pfälzer Wurstspezialitäten gerechnet wird, mit Blick auf Markt und Branche. „Das Jahr 2025 war für alle Marktteilnehmer herausfordernd. Volatile Schweinepreise, eine komplexe Bürokratie, oftmals unklare Vorgaben der Politik machen trotz steigenden Fleischkonsums vielen mittelständischen Herstellern zu schaffen.“
So musste Cornelius im vergangenen Jahr ein Minus hinnehmen, geschuldet auch einer Preissenkung zu Jahresbeginn. In 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit Sitz in Hockenheim einen Umsatz von 8,8 Mio. Euro (-6 Prozent / 2024: 9,4 Mio.) „In das Jahr 2026 sind wir wieder gut gestartet und verzeichnen im 1. Halbjahr einen Umsatzzuwachs von 5 Prozent, Tendenz steigend“, so Peter Cornelius.
Regionaltypisches Spezialitäten-Sortiment
Die Kernkompetenz des in dritter Generation inhabergeführten Unternehmens liegt in der Herstellung der traditionellen Pfälzer Leberwurst. Angeboten wird dazu ein regionaltypisches Spezialitäten-Sortiment mit Pfälzer Bauernblutwurst, Delikatessleberwurst, Leberrolle, Leberknödel und Pfälzer Saumagen (Bild o.). Neu im Sortiment ist die gekochte Zunge. Erhältlich ist das Cornelius-Sortiment bundesweit im Lebensmittelhandel, Fachhandel und in Discountern.
Peter Cornelius zählt zu den engagierten Marktteilnehmern und ist Vorreiter, wenn es um traditionelle und regionaltypische Fleischerzeugnisse geht. „Es ist unsere vordringlichste Aufgabe, die Wurstkultur, für die nicht allein die Pfälzer Spezialitäten stehen, zu sichern, zu pflegen und zukunftsfit zu machen“, so Cornelius. Traditionelle Spezialitäten, die eine Geschichte erzählen, die regional verankert sind und die eine hohe Qualität aufweisen, geben Antworten auf die Fragen, die der Verbraucher an die Branche stellt. Fragen nach Authentizität, Herkunft, Transparenz.“
Markenauftritt wird runderneuert
Regionalität wird im Unternehmen großgeschrieben. Dies unterstreichen die zahlreichen regionalen Veranstaltungen mit z. B. kulinarischen After-Work-Events, regionalem Sponsoring und ein attraktiver Werksverkauf am Unternehmensstandort. Auch an regionalen Qualitätsprogrammen ist Cornelius beteiligt, so in Kooperation mit der Rewe Group. Unter dem Aktionstitel „Landbauern Schweine“ vermarktet Cornelius Spezialitäten aus seinem Sortiment: die Pfälzer Leberwurst wie auch die Delikatessleberwurst mit Kalbfleisch.
Um sich noch besser aufzustellen, aktualisiert Cornelius derzeit seinen Markenauftritt, Von der Überarbeitung des Logos über die Neugestaltung der Etiketten bis hin zur Neuaufstellung der Website, der ein eigener Online-Shop angegliedert wird. „Marketing hat für uns einen hohen Stellenwert“, so Cornelius. „Kommunikation über alle relevanten Kanäle ist für uns nicht nur Selbstzweck. Wir wollen den Verbraucher hin zu einem qualitätsorientierten Konsum lenken, der langfristig der Branche wie der Gesellschaft von Vorteil ist.“
„Wir lassen uns die Wurst nicht vom Brot nehmen“
Kontinuierliche Investitionen in die eigene Infrastruktur zeichnen das Unternehmen seit Jahren aus. So wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert, die ca. 45 Prozent des Jahresbedarfs an Strom abdeckt. Zwei Kühlhäuser im Unternehmen wurden kernsaniert, Produktionsmaschinen durch neueste Technik ersetzt. Einen Investitionsschwerpunkt bildet die Digitalisierung der Unternehmensabläufe in den nächsten sechs Monaten.
Peter Cornelius, der dem Vorstand des Bundesverbandes der Wurst- und Schinkenproduzenten angehört, weist darauf hin, dass der Wirtschaftszweig Wurst und Schinken mit einem Jahresumsatz von 22 Milliarden Euro die größte Branche in der Ernährungskette stellt. Sein Fazit: „Wir lassen uns die Wurst nicht vom Brot nehmen.“