Berlin. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat den Vorstoß des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verkehrsministerium, Stephan Hilsberg (SPD), begrüßt, der ankündigt hatte, dass die Trinkgeldsteuer noch in dieser Wahlperiode fallen werde.
“Die Bundesregierung hat den Hoteliers und Gastronomen sowie ihren Mitarbeitern in den letzten zwei Jahren meist nur zusätzliche Lasten aufgebürdet. Die jüngsten Einlassungen von Staatssekretär Hilsberg und der SPD-Tourismusexpertin Renate Gradistanac zeigen, dass nun auch die SPD-Fraktion ihre Gedächtnislücken schließt und sich wieder an Wahlversprechen erinnert”, sagte DEHOGA-Präsident Dr. Erich Kaub. “Diese unsinnige und überflüssige Steuer hätte schon längst vom Tisch gemusst.”
Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland seien an 365 Tagen im Jahr für ihre Gäste da. In dieser Zeit seien auch die Mitarbeiter um das Wohl des Gastes und seine Zufriedenheit besorgt. “Bedankt dieser sich anschließend mit einem Trinkgeld für Freundlichkeit und Aufmerksamkeit, sollte der Betrag auch da bleiben, wo er hingehört: In der Tasche der Kellnerin oder des Kellners und nicht in den Säckeln des Finanzministers”, forderte Kaub.
Schätzungen zur Folge überschreiten die Einnahmen aus der Trinkgeldsteuer ein Volumen von 10 Millionen DM nicht. “Es muss doch jedem klar sein, dass diese Summe allein durch den Verwaltungsaufwand wieder aufgezehrt wird. Letztendlich also ein klassisches Nullsummenspiel für den Finanzminister, aber die Lücken im Portemonnaie unserer Mitarbeiter bleiben,” meinte der DEHOGA-Präsident.