Berlin. Vom Juli bis September ist es wieder soweit: Die Zeit der Pflaumen- und Zwetschen-Ernte ist da. Eine der beliebtesten Zubereitungsformen dieser Früchte fehlt in diesen Wochen in keiner guten Bäckerei: Ofenfrischer, duftender Pflaumen- und Zwetschen-Kuchen.
Der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschen ist für Laien kaum erkennbar. Dennoch ist bei genauerem Betrachten auszumachen, um welche blaue Frucht es sich handelt. Pflaumen reifen meist etwas früher als Zwetschen. Sie haben eine rundliche bis ovale Form und leuchten in den Farben zwischen rot und blau. Das Fruchtfleisch ist grünlich-gelb bis gold-gelb, weich und zerfällt beim Kochen. Pflaumen schmecken sehr saftig und süß und besitzen einen weißen Reif, der sie vor dem Austrocknen schützt. Zudem ist die Frucht an einer Furche gut erkennbar.
Zwetschen besitzen keine Furche oder Naht, sie sind länglich-oval mit spitzem Ende. Die Farbe schwankt zwischen schwarzblau und violett. Die Früchte sind mehr oder weniger bereift. Das feste, weißlich-grüngelbe Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen nicht und schmeckt sehr aromatisch saftig-süß. Angenehm ist bei Zwetschen, dass sich das Fruchtfleisch leicht vom Stein lösen lässt.
Die blauen Wunder schmecken nicht nur gut, sie bieten auch viele gute Inhaltsstoffe. Neben natürlichem Fruchtzucker enthalten sie in bedeutenden Mengen Provitamin A und die Vitamine B 1, B 2 und C. Berühmt sind sie auch für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Pflaumen und Zwetschen zählen mit 53 kcal in 100 g Fruchtfleisch zu den Leichtgewichten.
Die blauen Früchte lassen sich außerordentlich vielseitig einsetzen: Als Frischobst, als Dessert oder auf dem Kuchenteig. Eine reizvolle Note zeigen sie in der herzhaften Küche in Saucen, Salaten und Eintöpfen. Und wer sich noch im Winter an ihnen erfreuen will, kann sie nach Belieben haltbar machen als Marmelade, als Rumtopf-Früchte oder eingefroren für Pflaumenkuchen oder Süßspeisen.