Die Geschichte der deutschen Kartoffel beginnt in Frankfurt am Main. Im Frühjahr 1589 pflanzte der Botaniker Clusius die ersten Kartoffeln auf deutschen Boden. Der Gelehrte, Arzt und Botaniker Charles de l´Ecluse oder wie er sich später nannte Carolus Clusius, wird heute als der Vater der Kartoffel in Deutschland angesehen. Er war es auch, der über seine Beziehungen zu anderen Botanikern, Fürsten und reichen Bürgern für ihre Verbreitung sorgte. Zuerst war die Kartoffel ein Heilmittel. Man kann davon ausgehen, daß die Kartoffel schon während des 30-jährigen Krieges in den Hausgärten Süddeutschlands zur Eigenversorgung gepflanzt wurde. 1757 wird sie dann als Handelsware in den sogenannten Frankfurter Marktberichten erwähnt und beginnt damit ihren Siegeszug als kommerziell gehandeltes Nahrungsmittel in Deutschland. In Brandenburg bedurfte es dabei der Macht Friedrich II. 1756 erließ Friedrich der Große den berühmten “Kartoffelbefehl”, der die Bauern zum Anbau der Kartoffel zwang. Damit begann der deutsche Kartoffelboom, so betrug der preußische Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffeln 1875 120 kg.Dinge, die Sie unbedingt wissen sollten über Kartoffeln:
Fast ein Fünftel des gesamten Vitamin C decken die Deutschen heute mit Kartoffeln.
Kartoffelbrot ist eine köstliche Abwechslung für den Speiseplan.
Allein in Deutschland gibt es über 100 Kartoffelsorten für Speisekartoffeln.
Auch rote Kartoffeln haben innen ein gelbes Fleisch. Es gibt in Deutschland sieben Sorten, die eine rote Schale haben.
Die Bundesrepublik ist der größte Kartoffelproduzent der EU.
Die Reifezeit liegt bei Kartoffeln zwischen 90 Tagen (Speisefrühkartoffeln) und 160 Tagen (stärkereiche und Lagerkartoffeln)
Es gibt eine “Kartoffelpolizei”, die Saatgut-Treuhandsverwaltungs GmbH (STV). Die STV bekämpft den Schwarzhandel mit Pflanzkartoffeln.