
Nur wenige Arbeitsschritte sind notwendig, um aus Maisstärke zunächst Traubenzucker und dann das so genannte Polylactid (PLA) herzustellen. Dies wird zu hochwertigen, transparenten Trinkbechern weiter verarbeitet. Während PLA aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, sind traditionelle Plastikbecher aus Erdöl hergestellt, einem immer knapperen und obendrein teuren Rohstoff. Doch nicht nur sein Material aus nachwachsenden Rohstoffen bringt dem Maisbecher ökologische Pluspunkte. Bei seiner Herstellung wird rund 35 Prozent weniger Energie aus fossilen Brennstoffen benötigt als bei der Produktion herkömmlichen Plastiks. Auch bei ihrer Entsorgung sind Maisbecher umweltfreundlich: Sie sind vollständig kompostierbar oder verbrennen in einer Müllverbrennungsanlage ohne giftige Rückstände.
Bei einem Gesamtverbrauch von jährlich 2,5 Millionen Stück in beiden Arenen sind diese Becher aus nachwachsenden Rohstoffen eine sehr wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Lösung. Das umweltfreundliche Einmalgeschirr erfüllt die Anforderungen der europäischen Norm EN13432 für Kompostierfähigkeit von Verpackungen, schildert Wolfgang Schneider, Qualitätsmanagement-Experte der Compass Group Deutschland, Muttergesellschaft von Eurest Sports & Food.
Eine andere Möglichkeit, mit dem Getränkeverkauf bei Großveranstaltungen der Umwelt nicht zu schaden, ist der Einsatz von Mehrwegtrinkbechern. In den Bundesliga-Stadien Bremen, Köln und Stuttgart erfüllt Eurest Sports & Food damit die Empfehlung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Mehrwegsystem hat sich insbesondere während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bewährt. Bei Eurest Sports & Foods sind allerdings auch hier die Weichen zur Einführung des umweltfreundlichen Öko-Bechers gestellt. Der Caterer informierte kürzlich die Bundesliga-Vereine in den genannten Stadien darüber, dass die Einführung des Öko-Bechers geplant ist.