Im Fokus der ersten „Bonner Runde" standen dabei die Chancen und Herausforderungen für die gesamte Branche sowie die Frage welche Möglichkeiten sich daraus für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ableiten lassen.
Schon zu Beginn des von Prof. Brigitte Petersen als Vorsitzende der Forschungsplattform Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung e.V. (GIQS) moderierten Dialoges wurde klar: Alle Beteiligten wünschen sich, die bereits vorhandenen Synergien in einer noch intensiveren länderübergreifenden Zusammenarbeit auszubauen. Dabei sind sich die Experten einig, dass bereits eine enge Verzahnung der partnerschaftlichen Beziehungen innerhalb der Wirtschaftsregion besteht. Deutschland ist traditionell ein wichtiger Markt für holländische Schweine und Ferkel, die Niederlande ihrerseits ein wichtiger Abnehmer deutscher Endprodukte. Darüber hinaus werden zahlreiche gemeinsame Forschungsprojekte wie beispielsweise „Safeguard" in grenzüberschreitenden Arbeitsgruppen vorangetrieben. Deshalb sei, so die einhellige Meinung, auch in der Öffentlichkeit eine einheitliche Positionierung anzustreben, um die Kräfte nicht nur zu bündeln sondern auch als Wettbewerbsvorteil innerhalb Europas zu nutzen.
Die Fachleute definierten die Konzepte, mit denen die Qualität der Zusammenarbeit noch gesteigert werden kann. „Primäres Ziel muss es sein, die Zusammenarbeit auf der Grundlage von Vertrauen und Transparenz langfristig zu verbessern", sagt Jos Jongerius, Sekretär der Wirtschaftsgruppe Vieh und Fleisch (PVV). Hierbei spiele die Qualität der Kommunikation innerhalb der Branche eine entscheidende Rolle. „Es muss klar werden, dass wir – obwohl wir Wettbewerber sind – nur als gleichberechtigte Partner ein optimales Produkt auf den Markt bringen können, das die Wertschöpfung steigert und auch den Bedürfnissen der Verbraucher entspricht", fügt Jongerius hinzu. Darüber müsse sich die Branche künftig verständigen und als Gemeinschaft entsprechende Ziele definieren.