Bern. Der gesamte Fleischabsatz betrug 431.020 t. Dies entspricht einem Plus von 0,8 % und setzt die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. „Der Schweizer Konsument ist von der Qualität heimischer Fleischprodukte offenbar überzeugt", interpretiert Heinrich Bucher, Direktor Proviande, den anhaltenden Trend. Insbesondere Schweizer Kalb- und Schweinefleisch, deren Anteil an der Gesamtmenge der beiden Sorten bei 97,3 bzw. 95,3 % lag, standen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Über dem Durchschnitt lag auch der Anteil von Rindfleisch. Von den 90.556 verkauften Tonnen kamen 83,5 % (2010: 84,6 Prozent) aus der Schweiz. Mit 11,29 kg lag der Pro-Kopf-Konsum im Bereich des Zehnjahreshochs aus dem Jahr 2008 (11,31 kg).
Zuwächse waren auch im Export zu verzeichnen. „Schweizer Fleischspezialitäten haben grundsätzlich keinen leichten Stand. Gegen den Preisdruck von Billigangeboten aus dem Ausland können sie in Franken und Rappen nicht konkurrieren", erklärt Heinrich Bucher. „Es bleibt nur der Ausweg über ein qualitativ hochwertiges Produkt, für das die Konsumenten bereit sind, mehr zu bezahlen." Eine Strategie, die nicht nur in der Schweiz aufzugehen scheint: Auch im Exportgeschäft verzeichnet die Schweizer Fleischbranche Erfolge, wie das Beispiel Trockenfleisch belegt. Hier stieg die exportierte Menge im Jahresvergleich um rund 23 % auf einen neuen Höchststand von 2.261 t netto. www.schweizerfleisch.ch
mth/ Redaktion fleischnet.de
Foto: Proviande