Der Städt. Schlachthof wurde bis 2005 von Karl-Heinz Weiß geleitet. Als Lohnschlächterei beliefert er viele Metzgereien im Landkreis Regen und darüber hinaus. 2006 übernahm Günther Krompaß als Pächter das Anwesen als Zerlegebetrieb, sieht sich als Dienstleistungsunternehmen für Metzger und firmiert seitdem als „Regionalschlachthof Bayerischer Wald”. Das Schlachtvieh bezieht er aus der näheren Umgebung um die Anlieferfahrten möglichst kurz zu halten, was der Qualität zuträglich ist. Das Vieh muss keine langen Transporte auf sich nehmen und kommt von Landwirten seines Vertrauens. „Wir sind immer bestrebt, unseren Kunden erstklassige Qualität aus der Region zu liefern. So haben wir das schon immer gehandhabt und so werden wir das auch fortführen. Der Verbraucher ist ja heute stark verunsichert, wenn er in den Medien mit Fleischskandalen überhäuft wird. Unsere Kunden haben ein Recht auf erstklassige, regionale Qualität und diese können wir liefern,“ betont Günther Krompaß. Die Metzger der Region melden ihren Bedarf an Fleisch vorher an. Nach diesen Maßgaben wird dann das Schlachtvieh geliefert. Montags ist Schlachttag für Schweine und dienstags und donnerstags für Großvieh. Auch der Bürgermeister der Stadt Zwiesel, Franz Xaver Steininger, ist sich der Bedeutung des Schlachthofes bewusst. „Die Vorteile der kurzen Transportzeiten mit Blick auf den Tierschutz und die damit verbundenen höheren Fleischqualitäten sind einige Punkte, die für den Erhalt des Schlachthofes sprechen. Bei steigenden gesetzlichen Anforderungen ist es eine immerwährende Aufgabe, Tierschutz, Arbeitsschutz, Abfallentsorgung und Lebensmittelrecht einzuhalten und gleichzeitig marktgerechte Preise anzubieten. Regionale Wertschöpfung und Sicherstellung der örtlichen Arbeitsplätze können nicht hoch genug geschätzt werden“, so der Bürgermeister.