Fleischverzehr unter der Lupe

Im Rahmen des 52. Wissenschaftlichen Kongress‘ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) präsentierten Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts (MRI) neue Auswertungsergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II. Die Wissenschaftler haben den Fleischverzehr und die Faktoren, die den Fleischverzehr beeinflussen, genauer betrachtet – von einer Ernährung ohne Fleisch bis hin zum Verzehr einzelner Fleischarten.

 

Wer verzehrt wie viel und welches Fleisch? Und kompensieren Personen, die kein Fleisch essen, dies mit anderen tierischen Produkten? Diese und andere Fragen untersuchen die Wissenschaftler anhand von Daten der repräsentativen Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II). Der Lebensmittelverzehr wurde dabei mit der 24h-Recall-Methode erfasst, bei der 12.915 Teilnehmer an zwei Tagen detaillierte Auskunft über den Verzehr der letzten 24 Stunden gaben.

 

Es zeigt sich, dass Personen, die kein Fleisch essen häufiger eine hohe Schulbildung aufweisen und jünger sind als Personen, die nicht vegetarisch leben. Vegetarier ernähren sich insgesamt anders: Sie essen mehr pflanzliche Lebensmittel, darunter auch Produkte, die aus Soja hergestellt werden. Tierische Produkte wie Eier, Käse und andere Milchprodukte hingegen werden in vergleichbarer Menge verzehrt und somit nicht als Ersatz für Fleisch genutzt.

 

Wer Fleisch isst, isst davon in vielen Fällen reichlich: Insgesamt überschreiten 74 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen die DGE-Empfehlungen zum Fleischverzehr. Menschen, die viel Fleisch verzehren, essen insgesamt typischerweise kalorienreich und sind nicht selten stark übergewichtig. Aber auch die Jüngeren im Alter von 18 bis 34 Jahren essen im Vergleich mit den Älteren von 65 bis 80 Jahren mehr Fleisch. Nicht zuletzt kommt in Mehrpersonenhaushalten mehr Fleisch auf den Tisch als in Single-Haushalten. Weniger Fleisch essen Frauen und Personen mit einer hohen Schulbildung.

 

Besonders beliebt ist Schweinefleisch, dessen Anteil knapp die Hälfte des Verzehrs von Fleisch und Fleischerzeugnissen beträgt. Mit etwa einem Fünftel liegt der Anteil des Geflügelfleisches höher als der von Rind- und Kalbfleisch.

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