Höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat acht Spitzenbetriebe der deutschen Fleischwirtschaft mit dem Bundesehrenpreis für Qualität und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelherstellung geehrt. Das ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft. Bundesminister Alois Rainer überreichte gemeinsam mit dem Präsidenten der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), Hubertus Paetow, Urkunden und Medaillen in festlichem Rahmen in Berlin.
„Aus eigener beruflicher Erfahrung weiß ich: Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen gute Qualität“, sagte Bundesminister Rainer. „Mit unseren Auszeichnungen machen wir diese hohe Qualität für alle sichtbar. So stärken wird das Fleischhandwerk in Deutschland, das für Genuss, Tradition und Regionalität steht. Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger.“
Vergabekriterien für Fleisch und Fleischerzeugnisse
Die Bundesehrenpreise für Qualität und Nachhaltigkeit wurden in diesem Jahr an acht Unternehmen der deutschen Fleischwirtschaft verliehen. Die Eingruppierung in die drei Kategorien Klein-, Mittel- und Großunternehmen richtet sich nach dem Jahresumsatz der Preisträger. Innerhalb jeder Kategorie werden maximal ein Bundesehrenpreis in Gold und Silber sowie die restlichen in Bronze verliehen.
Die Produkte der Bundesehrenpreisträger müssen in den vergangenen beiden Jahren im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen für Fleischerzeugnisse, Fertiggerichte, Tiefkühlkost und Feinkost eine Gold-Prämierung erzielt haben. Zusätzlich müssen die Bundesehrenpreisträger abhängig von ihrer Unternehmensgröße weitere Pflicht- und Wahlkriterien für Nachhaltigkeit erfüllen, zu denen beispielsweise die Haltungsform Schwein ab Stufe 2, Energiemanagement, eine ressourcen-schonende Produktion und weitere ökologische Kriterien zählen.
„Leistungsfähig und qualitätsorientiert“
„Der Bundesehrenpreis zeigt, wie leistungsfähig und qualitätsorientiert unsere Agrar- und Ernährungswirtschaft auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld ist. Gerade unter sich wandelnden Verbrauchererwartungen wird deutlich, wie viel Kreativität, Fachwissen und konsequentes Qualitätsdenken in den heute ausgezeichneten Betrieben steckt. Sie entwickeln Produkte, die qualitativ überzeugen, das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken und zugleich Tradition mit modernen Herstellungsverfahren verbinden. Mit ihrem kontinuierlichen Engagement für eine nachhaltige Produktivitätssteigerung leisten sie einen wichtigen Beitrag zur zukunftsgerichteten Weiterentwicklung der Fleischbranche“, betonte DLG Präsident Hubertus Paetow.
Das sind die Bundesehrenpreisträger 2026 Fleisch und Fleischerzeugnisse
Kleinst- und Kleinunternehmen, Jahresumsatz unter 10 Mio. Euro
Bundesehrenpreis in Gold
• Metzgerei Mantel GmbH, 96275 Marktzeuln-Zettlitz
Bundesehrenpreis in Silber
• Dubau – Die Familienfleischerei GmbH, 02977 Hoyerswerda
Bundesehrenpreis in Bronze
• Kraus Fleisch-Wurst-Konserven, 93333 Neustadt/Donau
Mittlere Unternehmen, Jahresumsatz 10 bis 50 Mio. Euro
Bundesehrenpreis in Gold
• Metzgerei Ludwig Haller GmbH, 82418 Murnau am Staffelsee
Großunternehmen, Jahresumsatz über 50 Mio. Euro
Bundesehrenpreis in Gold
• Kaufland Fleischwaren SB GmbH & Co. KG, 74172 Neckarsulm
Bundesehrenpreis in Silber
• Edeka Südwest Fleisch GmbH, 76287 Rheinstetten
Bundesehrenpreise in Bronze
• Bauerngut Fleisch- und Wurstwaren GmbH, 31675 Bückeburg
• Baumann GmbH & Co.KG, 68519 Viernheim
Im Bild oben: Bundesminister Alois Rainer (re.) überreichte in Berlin gemeinsam mit DLG-Präsident Hubertus Paetow (li.) Urkunden und Medaillen an die Bundesehrenpreisträger 2026. Zu den Gratulanten zählte auch Horst Koller, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Wurst- & Schinkenproduzenten (2. Reihe, 3. von li.).