Der Antibiotika-Einsatz im niederländischen Masthähnchen-Sektor wurde weiter gesenkt, wodurch der dortigen Produktion und Haltung erneut eine Vorreiterschaft zukommt. Der Jahresbericht 2017 der niederländischen Organisation für Tierarzneimittel (Autoriteit Diergeneesmiddelen, SDa) bescheinigt dem Masthähnchen-Sektor des Nachbarlandes eine beachtliche Senkung des Antibiotika-Einsatzes innerhalb eines Jahres um 7,8 % im Vergleich zu 2016.

Dies gab der Verband der Niederländischen Geflügelschlachtereien und -verarbeitungsbetriebe (NEPLUVI) bekannt. Die niederländische Geflügelwirtschaft profiliert sich seit Jahren EU-weit als Pionier bei der Verminderung des Gebrauchs von Antibiotika. Die erfreulichen Resultate sind vor allem das Ergebnis eines speziellen Einsatzplanes im Sektor, der bereits seit dem Jahr 2008 praktiziert wird. Dabei spielen hauptsächlich Beratung, Dokumentation und Kontrolle in den Betrieben eine entscheidende Rolle. Die betreuenden Tierärzte dokumentieren den Einsatz von Antibiotika sorgfältig und übermitteln diesen an eine zentrale Datenbank. Ausgewiesene Experten kategorisieren die Informationen aus diesem Datenpool und werten sie aus.
Antibiotika-Einsatzplan
„Der Antibiotika-Einsatzplan hat bisher sehr gut funktioniert“, resümiert Gert-Jan Oplaat, Vorsitzender von NEPLUVI. „Doch das ist noch nicht alles, was der Sektor tut: Denn Tiergesundheit kann auch mit alternativen Maßnahmen gefördert werden. Das betrifft beispielsweise eine gute Klimaführung in modernisierten Ställen, eine optimale Fütterung oder auch optimierte Bedingungen in den Brütereien.“ So arbeitet der niederländische Hähnchen-Sektor nicht nur weiter an der erfolgreichen Umsetzung des Antibiotika-Einsatzplans, sondern auch in anderen Stufen der Produktion kontinuierlich an Verbesserungen. Weitere Informationen und Hintergründe gibt es auf der Website von NEPLUVI.