Gegrillte Rindersteaks und üppige Fleischplatten überzeugen mehr als 1.000 Worte: Paraguays Botschafter Fernando Ojeda hat daher zum 205. Nationalfeiertag seines Heimatlandes am 12. Mai 2016 mehr als 500 Gäste in seine Residenz in Berlin zu einem Grillfest eingeladen.
„Eines unserer Ziele ist es, die EU-Einfuhrquote für unser Qualitäts-Rindfleisch von 1.000 auf 4.000 t jährlich zu erhöhen“, erklärt der Botschafter. Für sein Land in Zentrum Südamerikas geht es grundsätzlich darum, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und zur EU zu beleben. „Wir haben stabile Rahmenbedingungen für Investoren und die Unternehmen profitieren von niedrigen Kosten“, wirbt Fernando Ojeda. Gleichzeitig zählt 7-Mio.-Einwohner-Land zu den größten Produzenten von Bio-Zucker, Soja und eben Rindfleisch.
Auf mehr als 14 Mio. Rinder (plus 50 %) ist der Tierbestand des südamerikanischen Binnenlands seit 2006 gewachsen. Aktuell werden mehr als drei Viertel des Rindfleischs nach Russland, Chile, Brasilien und Honkong exportiert. Europa und erst recht Deutschland tauchen hingegen in der Exportstatistik gar nicht separat auf. „Unsere Fleischproduzenten wollen diese Lücke auf dem anspruchsvollen Markt mit Qualitäts-Rindfleisch schließen“, sagt der Botschafter. Das Rindfleisch aus Paraguay stamme ausschließlich aus nachhaltiger Weidehaltung und sei überall auf der Welt speziell in der Gastronomie sehr begehrt.
Foto: Ad Hoc/Tobias Thiele